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Georg Fahrenschon im stern-Interview: Sparkassen-Chef fordert steigende Zinsen von der EZB

Der oberste Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon übt im stern-Interview scharfe Kritik an der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und warnt vor einer Beschädigung der Sparkultur.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, geht mit der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank scharf ins Gericht. Die EZB müsse erkennen, dass sie mit ihrer Politik des billigen Geldes am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen sei, warnt Fahrenschon in der aktuellen Ausgabe des stern. "Dauerhaft immer niedrigere Zinsen – das beschädigt die Sparkultur und vernichtet Vermögenswerte."

Nachdem sich die EZB als Nothelfer zur Verteidigung des Euro bewährt habe, müsse sie jetzt zurück zu ihren Leisten, fordert der Sparkassen-Chef. "Sie kann nicht oberster Aufseher, oberster Umstrukturierer, oberster Sanierer und europäische Ersatzregierung in einem sein." Fahrenschon verlangt von der EZB, bei den Zinsen die Trendwende einzuleiten. "Ich wünsche mir, dass wir in Europa in den nächsten sechs Monaten ein klares Signal bekommen, dass die Zinsen wieder angehoben werden."

Der negative Einlagenzins, der zur Zeit diskutiert wird, soll die Sparkassenkunden nach Ansicht des früheren bayerischen Finanzministers nicht treffen. "Wir können den Sparern nicht sagen: Jetzt musst du für dein Vermögen auch noch Strafe zahlen."

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Interview: Andreas Hoffmann, Frank Thomsen / print