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INFLATION: Umziehen wird teurer

Gestiegene Energiekosten fungieren als Preistreiber, ab dem Herbst erwarten Möbelspediteure diesmal eine Verteuerung um fünf Prozent, die auch an die Kunden weitergegeben wird.

Umzüge werden wegen der höheren Energiepreise teurer: Die Möbelspediteure in Deutschland erwarten im kommenden Herbst Preiserhöhungen um fünf Prozent bei Umzugs- und Neumöbeltransporten. »Neben den gestiegenen Energiekosten werden wir höhere Personal- und Fuhrparkkosten an die Kunden weitergeben müssen«, sagte Christian Rohrbacher, der Vorsitzende des Bundesverbandes Möbelspeditionen, am Donnerstag in Hamburg. Bereits im vorigen Jahr waren die Kosten um mehr als fünf Prozent gestiegen, die Preise blieben jedoch zum größten Teil stabil. »Mit der nächsten Stufe der Ökosteuer werden die Betriebe die Mehrbelastungen nicht mehr selbst tragen können«, befürchtet Rohrbacher.

Auch EU-Erweiterung bereitet Sorgen

Dem Verband gehören rund 1.380 mittelständische Speditionen mit etwa 30.000 Mitarbeitern an. Die Zahl der Beschäftigten blieb in den vergangen Jahren stabil. Große Sorge bereitet dem Bundesverband aber die EU-Osterweiterung. »Wenn nach der Öffnung der Grenzen osteuropäische Konkurrenz mit billigen Angeboten auf den Markt drängt, wird das bei den deutschen Unternehmen tausende Arbeitsplätze kosten«, sagte der Vorsitzende. Er forderte eine Übergangsfrist zur Anpassung der Preise. Bereits heute machen die Mitbewerber aus dem Ausland den deutschen Möbelspediteuren zu schaffen: »Aus Kostengründen wandern viele Möbelhersteller ins Ausland ab und gehen uns als Kunden verloren«, sagte Rohrbacher.

Der Bundesverband schätzte den Gesamtumsatz seiner Mitglieder im vorigen Jahr auf 3,8 bis 4 Milliarden DM. Daran hatten Neumöbeltransporte einen Anteil von etwa 65 Prozent.

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