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Japan: Mitsubishi fährt Rekordgewinne ein

Der japanische DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi Motors hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den höchsten Gewinn in der Geschichte des Unternehmens eingefahren.

Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, verdreifachte sich der Nettoertrag der Gruppe zum Bilanzstichtag 31. März auf 37 Milliarden Yen (270 Millionen Euro). Der operative Gewinn verdoppelte sich zudem auf 83 Milliarden Yen. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf rund 3,9 Billionen Yen. Das ist der erste Netto-Umsatzzuwachs seit fünf Jahren, hieß es.

Weitere Zuwächse angepeilt

Man sei zuversichtlich, die Gewinne und Umsätze in diesem Jahr noch weiter zu steigern, sagte Mitsubishi-Chef Rolf Eckrodt. Sein Unternehmen habe in den vergangenen beiden Jahren die Wende erfolgreich geschafft und eine starke Basis für die Zukunft für das unabhängige Operieren des Pkw-, Bus- und Lastwagengeschäfts geschaffen. Nach der Ausgliederung der Bus- und Nutzfahrzeugsparte operiert sein Unternehmen fortan erstmals als reiner Pkw-Konzern.

Steigende Zahlen für das Restjahr

Für das noch bis 31. März laufende Geschäftsjahr erwartet Mitsubishi Motors einen Anstieg des operativen Gewinns um neun Prozent auf 90 Milliarden Yen, während der Nettoertrag weiter auf 40 Milliarden Yen steigen dürfte. Das Unternehmen legt bei diesen Vorhersagen ein Wechselkursverhältnis von 120 Yen im Vergleich zum Dollar und 125 Yen zum Euro zugrunde, wurde mitgeteilt.

Trotzdem belastende Faktoren

Die Autoindustrie sei in diesem Jahr mehreren belastenden Faktoren ausgesetzt. Dazu gehöre die sich weltweit abschwächende Wirtschaftslage und die Möglichkeit einer weiteren Ausbreitung der Lungenkrankheit SARS. Hinzu komme, dass die Politik von Kaufanreizen in den USA zur Ankurbelung des Absatzes die Profitabilität der Automobilhersteller auf diesem wichtigen Markt unter Druck setze.

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