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Kino: Heißer Sommer verhagelt CinemaxX das Geschäft

Strahlendes Wetter und zunehmende Probleme mit raubkopierten Filmen verhageln der Kinokette CinemaxX das Geschäft: Das Unternehmen verbuchte einen Betriebsverlust von 7,7 Millionen Euro.

Der heiße Sommer und zunehmende Probleme mit raubkopierten Filmen verhageln der Kinokette CinemaxX das Geschäft. In der ersten Hälfte dieses Jahres besuchten 9,7 Millionen Kinogänger ein CinemaxX-Theater, nach 11,1 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die CinemaxX AG am Dienstag in Hamburg mit. Die Gesamtleistung des Unternehmens ging von 102 auf 92 Millionen Euro zurück; dagegen kletterte der Betriebsverlust von 6,0 auf 7,7 Millionen Euro.

Verbesserte Kostenstrukturen

Für den weiteren Verlauf des Jahres gibt sich die CinemaxX AG gedämpft optimistisch, obgleich der Juli wegen der andauernden Hitze wieder ein schwacher Monat war. Der Verlust sei trotz des massiven Besucherrückgangs nur wenig gestiegen, sagte Unternehmenssprecher Arne Schmidt. Das weise darauf hin, dass sich die Kostenstrukturen bereits deutlich gebessert hätten. Auch im Kampf gegen die Filmpiraterie gebe es zunehmende Erfolge. CinemaxX habe zudem den Betrieb einiger Kinos an lokale Betreiber abgegeben, um den Markt zu entlasten und die Rentabilität zu verbessern.

Hoffnung auf das "Wunder von Bern"

Das zweite Halbjahr sei für die Kinos traditionell stärker, weil vor allem in der Vorweihnachtszeit populäre Filme auf den Markt kämen. Die Hoffnungen der Kinobetreiber richten sich in diesem Herbst auf den dritten Teil der Trilogie «Herr der Ringe» und den Piratenfilm «Fluch der Karibik» mit Johnny Depp. Auch der in den USA hoch erfolgreiche Zeichentrickfilm «Findet Nemo» und «Matrix 3» sollen für volle Kinosäle sorgen. Als Geheimtipp gilt der deutsche Film «Das Wunder von Bern».

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