Nutzwert So machen Sie mehr aus Ihrem Geld


Wenn Sie diese Do's und Dont's rund ums Thema Sparen beachten, bleiben Sie vor bösen Überraschungen verschont.

PLUS

* Versuchen Sie, im Durchschnitt mindestens fünf bis zehn Prozent Ihres Nettoeinkommens zu sparen.

* Vermeiden Sie, dass ein Teil Ihrer Zinsen direkt an das Finanzamt geht, indem Sie

Freistellungsaufträge erteilen

. Sie sollten Buch darüber führen, in welcher Höhe Sie wo einen Freistellungsauftrag erteilt haben.

* Achten Sie generell auf die

Kosten einer Anlage

(Vertriebsprovisionen, Verwaltungs- sowie Depotgebühren und Ähnliches). Eine attraktive Nominalrendite kann durch hohe Produktkosten bis auf Sparbuchniveau gedrückt werden. Bevorzugen Sie Produkte mit regelmäßigen Kosten (Beispiel: Investmentfonds) gegenüber jenen, wo alle Kosten am Beginn der Laufzeit abgerechnet werden (Beispiel: Kapitallebensversicherung). Um so früher kann Ihr Geld tatsächlich für Sie arbeiten!

* Betrachten Sie die Kreditrückzahlung als

Geldanlage

. Kreditzinsen liegen grundsätzlich höher als die Zinsen für (risikolose) Geldanlagen. Daher ist die Rückzahlung von Krediten fast immer auch die naheliegendste unter den risikolosen Anlagestrategien: Mit jedem Euro zurückgezahltem Dispokredit sparen Sie bis zu 15 Prozent Zinsen, und selbst die vorzeitige Rückzahlung eines BAföG-Darlehens bringt durch den dann eingeräumten Rabatt noch Renditen weit über anderen Anlageformen.

* Je langfristiger der Anlagehorizont ist, umso eher kann man bei Anlagen durchschnittlich gute Renditen bekommen. Der Schlüssel ist dabei die

regelmäßige Einzahlung gleich bleibender Beträge

, die dabei hilft, die Kursschwankungen an den Finanzmärkten in den Griff zu bekommen: Sind die Aktien teuer, erhält man beispielsweise für 100 Euro wenig Stücke. Sind sie billig, deckt man sich mit 100 Euro umso günstiger ein. Fachleute sprechen vom so genannten Cost-Average-Effekt oder der Durchschnittsbildung bei den Einkaufspreisen.

* Viele Finanzberater gehen bei der Beurteilung von Produkten vornehmlich vom

Steueraspekt

aus. Sie sollten jedoch zunächst prüfen, ob das Produkt zu Ihrer Situation passt. Wenn ein Produkt für Sie geeignet ist und dazu noch einen Steuervorteil zur Verbesserung der Rendite bietet - umso besser.

MINUS

* Aktienkauf auf Kredit: Das ist eine hochriskante Konstruktion, von der man grundsätzlich abraten muss. In der Boomphase der Börsen haben sich dennoch viele Anleger die Finger verbrannt, weil sie glaubten, klüger als der gesamte Markt sein zu können.

* Stecken Sie

nie all Ihr Geld in eine einzige Anlage

. Unter Risiko-Aspekten ist es beispielsweise nicht ratsam, eine Immobilie zu erwerben, wenn dazu sämtliche finanziellen Reserven dauerhaft aufgelöst werden müssen. Das Argument der Risikostreuung gilt auch und gerade für Häuslebauer!

*

Laufen Sie nicht blind der Masse hinterher

. Der Herdentrieb treibt uns immer wieder in massenpsychologische Übertreibungen, wie beispielsweise an der Börse zur Blütezeit der "New Economy". Seriös betrachtet sind Aktien derzeit genau so wenig "out", wie sie vor ein paar Jahren als "unverzichtbar" galten. Anderseits sind auch Immobilien nicht (mehr) der Selbstläufer für die Altersvorsorge, als der sie oft dargestellt werden.

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