Schlechte Bonität Bank zieht 160.000 Kreditkarten ein


Hiobsbotschaft für 160.000 Kunden der britischen Internetbank Egg: Ihnen werden bald die Kreditkarten eingezogen. Grund sei deren mangelnde Kreditwürdigkeit. Die Politik vermutet dagegen, die Betroffenen hätten nicht genug Schulden gemacht.

Die britische Internet-Bank Egg entzieht rund 160.000 Kunden die Kreditkarten. Als Grund gab das Institut die schlechte Bonität der Betroffenen an. Die Kunden seien bereits angeschrieben und darüber informiert worden, dass sie in 35 Tagen ihre Kreditkarten nicht mehr verwenden könnten.

Ein britischer Abgeordneter kritisierte die Entscheidung als unfair und forderte eine Untersuchung. Die Citigroup hatte Egg Banking PLC im vergangenen Jahr für mehr als eine Milliarde Dollar, umgerechnet 670 Millionen Euro, vom Versicherer Prudential PLC übernommen. Egg erklärte, nach der Übernahme seien die Bücher einer genauen Risikoprüfung unterzogen worden.

Der Abgeordnete Nigel Griffiths von der regierenden Labour-Partei forderte die britischen Finanzbehörden auf, den Umgang mit den Kunden der Egg zu untersuchen. Es gebe zahlreiche Beschwerden von Kunden, die für eine unabhängige Prüfung ihrer Kreditwürdigkeit bezahlt hätten. Diese Prüfung sei positiv verlaufen.

Griffiths sagte weiter, es bestehe der Verdacht, dass die betroffenen Kunden keine Schulden gemacht hätten und daher auch keine hohen monatlichen Zinsen zahlten. Deshalb seien sie möglicherweise für die Bank nicht besonders profitabel.

Die Citigroup musste kürzlich wegen der Immobilienkrise in den USA ein Minus von fast zehn Milliarden Dollar melden und 18 Milliarden Dollar abschreiben.

AP AP

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