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Gebühr hoch, Mindestumsatz runter Gold Card von American Express: Die neuen Konditionen im Check

Frau mit goldener Kreditkarte (American Express) am Rechner.
Für Shopping-Freunde und Urlauber: Die American Express Gold Card gibt es jetzt mit neuem Willkommensbonus.
© VioletaStoimenova / Getty Images
Die American Express Gold Card besteht seit vergangenem Jahr aus Metall. Plus: Für Neukunden gibt es nun einen hohen Willkommensbonus bei geringerem Mindestumsatz. Lohnt sich das?

2025 hat American Express seiner Gold Card ein Update verpasst: Die Kreditkarte aus Metall gibt es mittlerweile wahlweise auch in der Farbe Rosé. Außerdem erhöhte der Kreditkartenanbieter die Preise für die Gold Card kräftig, die Monatsgebühr stieg von zwölf Euro auf 20 Euro, also von 144 Euro auf 240 Euro pro Jahr. Dafür bekommen Neukunden in diesem Jahr mehr geboten, denn Amex hat sowohl die Konditionen als auch den Willkommensboni angepasst. Letztere werden ab sofort gestaffelt: Wer in den ersten sechs Monaten nach Kartenerhalt mindestens 3.000 Euro mit der Karte umsetzt, erhält 20.000 Membership Rewards Punkte. Werden im selben Zeitraum sogar mehr als 5.000 Euro mit der Karte umgesetzt, bekommen Neukunden über 50.000 Membership Rewards Punkte gutgeschrieben.

Die Details im Überblick

  • Entweder bis zu 200 Euro Startguthaben
  • Oder bis zu 50.000 Membership Rewards Punkte für Neukunden
  • Kartengebühr: 20 Euro pro Monat
  • Kreditkarte aus Metall in Gold oder Rosé 

Diese Benefits bietet die American Express Gold Card

Abseits der hochpreisigen Platinum Card rückt die Gold Card stärker in den Fokus. Sie ist mit 20 Euro Monatsgebühr deutlich günstiger, bietet dennoch ein breites Leistungspaket und wurde laut American Express zuletzt um mehrere neue Benefits ergänzt. 

  • 15 Euro monatliches Guthaben für Sixt+ Auto Abo
  • 50 Euro jährliches Guthaben für Sixt Rent Mietwagen
  • 5 Euro monatliches Freenow-Taxiguthaben
  • 20 Prozent Roaming-Gutschrift auf alle Datenpakete von eSIMfirst
  • Gold Status bei Gha Discovery (Hotelvorteile)
  • 80 Euro jährliches Lodenfrey Shoppingguthaben
  • Schlüsselversicherung 

Für Urlauber und Gelegenheitsreisende kann zudem die enthaltene Reiseversicherung relevant sein. Die Gold Card von American Express umfasst unter anderem eine Reisekrankenversicherung sowie Absicherungen bei Reiserücktritt und -abbruch sowie einen Kfz-Schutzbrief für Auslandsfahrten, wobei der Schutz in der Regel nur für Reisen gilt, die mit der Karte bezahlt wurden.

Die neuen Leistungen der Karte haben einen Gegenwert von etwa 370 Euro. Wer alle Benefits nutzt, hat die jährlichen Kreditkartenkosten von 240 Euro also schnell wieder reingeholt. 

Darum kann sich die Gold Card für Vielflieger lohnen

Die American Express Gold Card kann ein gutes Werkzeug für Vielflieger und Meilensammler sein. Für jeden mit der Karte umgesetzten Euro, gibt es einen Membership Rewards Punkt. Die gesammelten Punkte lassen sich in viele Vielfliegerprogramme übertragen, meist im Transferverhältnis 5:4. Dazu zählen unter anderem:

  • British Airways Executive Club
  • Emirates Skywards
  • Qatar Privilege Club
  • FlyingBlue (Air France/KLM)
  • Iberia Club
  • SAS Scandinavian Airlines

Bei gezielter Einlösung sind so Business-Class-Prämienflüge möglich, die deutlich unter dem regulären Ticketpreis liegen.

Können Kunden Zusatzkarten zur Gold Card erhalten?

Zum Umfang der American Express Gold Card gehört auch eine kostenfreie Zusatzkarte, die sich online über das Konto des Hauptkarteninhabers beantragen lässt. Sie bietet die gleichen Leistungen wie die Hauptkarte. Praktisch: Alle gesammelten Membership Rewards Punkte werden dem Konto der Hauptkarte gutgeschrieben, sodass sich Prämien wie Flugmeilen oder Gutscheine schneller sammeln lassen.

Welche Nachteile müssen Interessierte bedenken?

Im Vergleich zu Visa- oder Mastercard-Karten ist die Akzeptanz von American Express noch eingeschränkt, wie das Handelsblatt berichtet. Laut Amex wird das Akzeptanznetz jedoch stetig erweitert, sodass inzwischen auch viele große Einzelhändler wie Aldi, Lidl, Rewe, DM, Penny oder Rossmann die Karte annehmen. Damit wären die 3.000 Euro Umsatz innerhalb von sechs Monaten für den Willkommensbonus realistisch erreichbar. 

Ein weiterer Punkt: Bargeldabhebungen am Automaten sind teuer – vier  Prozent des Betrags, mindestens aber fünf Euro, fallen an. Bei Fremdwährungen kommen zusätzlich 1,99 Prozent Gebühren hinzu. Die Nutzung der Gold Card lohnt sich daher vor allem in Euro-Ländern.

Alternative zur Amex Gold: Barclays Platinum Double

Wer die Jahresgebühr der Amex Gold umgehen möchte, findet mit der Barclays Platinum Double eine interessante Alternative. Die Karte im schwarzen Design bietet ein umfangreiches Paket an Reiseversicherungen sowie gebührenfreies Bezahlen und Geldabheben, auch in Fremdwährungen – ein Vorteil gegenüber der Amex. Zusätzlich können Karteninhaber zwischen verschiedenen Zahlungsmodellen wählen, etwa Kauf auf Raten oder Begleichung der Rechnung bis zu acht Wochen später. Die Jahresgebühr beträgt 99 Euro, also 141 Euro weniger als bei der Amex Gold. Ein Bonusprogramm wie Membership Rewards ist bei der Barclays jedoch nicht enthalten.

  • Reiseversicherungen: Reiseabbruch, Reiserücktritt sowie Auslandsreisekrankenversicherung
  • Vollkaskoschutz für Mietwagen
  • Shoppingversicherung
  • Fälligkeit bis zu 8 Wochen später
  • Flexible Rückzahlungsmodelle
  • Hohe Akzeptanz für Visa und Mastercard

Lohnt sich die American Express Gold Card?

Mit einer Jahresgebühr von 240 Euro liegt die Gold Card weder am oberen noch am unteren Ende des Kreditkartenmarkts. In Kombination mit dem aktuellen Willkommensbonus ist sie besonders für Einsteiger interessant, die erste Erfahrungen mit Kreditkarten und Vielfliegerprogrammen sammeln möchten, ohne ein hohes finanzielles Risiko einzugehen. Die enthaltenen Reiseversicherungen sind ein weiterer Pluspunkt, wobei zu beachten ist, dass sie in der Regel nur für Reisen gelten, die mit der Karte bezahlt wurden. 

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