TECHNOLOGIE Intel-Umsatzausblick besser als erwartet


Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel hat seine Umsatzerwartungen für das laufende Quartal zurückgeschraubt, aber nicht so stark wie von vielen Experten befürchtet.

Das Unternehmen erwartet den Angaben nach einen Quartalsumsatz von 6,3 bis 6,7 Milliarden Dollar. Im Juli hatte Intel noch Erlöse in der Spanne von 6,3 bis 6,9 Milliarden Dollar prognostiziert. Wie Intel konkretisierte, rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatz knapp unter der Mitte der bisherigen Prognose-Spanne und damit de facto mit etwas weniger als 6,6 Milliarden Dollar. Dies entspricht weitgehend den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Der Chip-Absatz soll eher am unteren Ende des saisonüblichen Niveaus liegen, teilte Intel mit. Alle anderen Prognosen ließ der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern unverändert.

Die US-Investmentbank Lehman Brothers hob ihre Bewertung der Intel-Aktie nach dem Ausblick des Unternehmens auf »equal-weight« von »underweight« an. Die neuen Ziele dürften erreichbar sein, hieß es zur Begründung. Auch andere Investmentbanken wie Merrill Lynch und Credit Suisse First Boston hatten ihre Prognosen bereits im Vorfeld des Intel-Ausblicks gesenkt. Einige Analysten hatten damit gerechnet, dass der Chip-Hersteller seine Prognose auf das untere Ende der bisherigen Spanne senken wird.

Die Chip-Branche war 2001 in ihre bislang schwerste Krise geraten. Die Erholung verlief in diesem Jahr bislang sehr schleppend. Zwar wurden im zweiten Quartal weltweit mehr als 30 Millionen Personal Computer (PC) verkauft. Allerdings hat sich dabei eine sehr viel langsamere Belebung der Nachfrage nach den für PCs erforderlichen Chips eingestellt, als viele Branchenkenner erwartet hatten. Analysten sagten zudem, die Nachfrage im Herbst - wegen des Schulbeginns nach den Sommerferien üblicherweise sehr hoch - sei in diesem Jahr eher verhalten. Die Pentium-Prozessoren von Intel sind in fast allen PCs eingebaut.

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