HOME

Verbraucher: Fiskus am Unfall auf Arbeitsweg beteiligen

Man könnte es auch Glück im Unglück nennen: Wer auf seinem Arbeitsweg einen Autounfall hat, kann sämtliche Kosten daraus von der Steuer absetzen.

Wer auf seinem Arbeitsweg einen Autounfall hat, kann sämtliche Kosten daraus von der Steuer absetzen. Die eigenen Ausgaben müssen allerdings in dem Jahr geltend gemacht werden, in dem sie auch erfolgten. Darauf macht das ZDF-Ratgebermagazin "WISO" aufmerksam. Beruflich bedingte Umwege über die Tankstelle, zur Werkstatt oder Post sind erlaubt. Passiert der Crash dagegen auf einem Umweg aus privaten Gründen, um einzukaufen oder Zeitungen zu besorgen, bleibt der Betroffene auf den Kosten sitzen.

Etliche Schäden gedeckt

Zu den absetzbaren Unfallkosten zählen Selbstbeteiligungen an Schäden, die in der Hauptsache von der eigenen Versicherung getragen werden, sowie Reparaturkosten am Auto. Auch Schäden an Kleidung, Gegenständen im Fahrzeug und die Rechnung für einen Leihwagen können steuerlich angesetzt werden. Gleiches gilt für Schäden am Auto des Unfallgegners, die man selbst zahlen musste, Ausgaben auf Grund von Verletzungen wie beispielsweise ein Eigenanteil an Behandlungs- oder Fahrtkosten sowie Auslagen für Anwälte, Gericht und Gutachter. Sonstige Beträge für Fahrten, Telefonate, Fahrzeugbergung oder -abmeldung zählen ebenfalls dazu.

Auch bei Totalschaden Hintertür

Bei einem Totalschaden kann der Restwert des Autos ebenfalls vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden, betont WISO. Im Fachjargon des Finanzamts fällt dies unter "Abschreibung für außergewöhnliche Abnutzung" (AfaA).

Themen in diesem Artikel