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Dienstfahrten, Arbeitsweg, Büro: So setzen Arbeitnehmer ihre Job-Kosten von der Steuer ab

Arbeitnehmer können Ausgaben für den Job, beispielsweise für den Weg zur Arbeit, steuerlich abrechnen. Auch wer öfter auf Dienstreise ist, kann profitieren. "Finanztest" gibt fünf Tipps, wie Sie Steuern sparen können.

Ein Schreibtisch und eine Pendlerin

Arbeitnehmer können Pendelkosten, Arbeitsmittel und Ausgaben für die Dienstreise steuerlich geltend machen.

Arbeitnehmer können Ausgaben für den Beruf steuerlich abrechnen. Dafür gibt es die Werbungskostenpauschale. Bis zu 1000 Euro werden pauschal anerkannt. Doch gerade Berufspendler kommen schnell auf einen höheren Betrag. Dann lohnt es sich, die Anlage N auszufüllen.

"Finanztest" hat sich in der aktuellen Ausgabe der Steuererklärung gewidmet. Neben der steuerlichen Entlastung von Familien und der Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen können auch Arbeitnehmer ihre Abgabelast mindern. Dafür haben die Experten fünf Tipps parat:

1. Pendelkosten bei der Steuererklärung

Nur die wenigsten Menschen wohnen direkt neben ihrer Arbeitsstelle. Für jeden vollen Kilometer können Arbeitnehmer für die einfache Strecke zur Arbeit 30 Cent abrechnen. Ein kleines Beispiel: Wer jeden Tag 15 Kilometer zur Arbeit fährt, darf 1035 Euro absetzen (15 Km x 30 Cent x 230 Arbeitstage). Sind die Ausgaben mit den öffentlichen Verkehrsmitteln höher, setzen Sie diese ab.

2. Dienstfahrten steuerlich absetzen

Wer beruflich an unterschiedlichen Orten arbeitet, kann auch in diesem Fall die Pendlerpauschale von 30 Cent anbringen. Auch Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, Mietwagen, Parkgebühren oder Hotelübernachtung sind abzugsfähig - aber nur, wenn der Arbeitgeber diese nicht zahlt.

Außerdem gibt es Verpflegungspauschalen: Waren Sie mehr als acht Stunden von ihrem eigentlichen Arbeitsplatz oder daheim entfernt tätig, gibt es zwölf Euro. Wer 24 Stunden abwesend war, kann 24 Euro abrechnen. Der An- und Abreisetag wird mit 12 Euro abgerechnet, allerdings müssen Sie Frühstück (4,80 Euro) und Mittags- oder Abendessen (je 9,60 Euro) abziehen, wenn das Essen für Sie gratis war.

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3. Das gilt bei Arbeitsmitteln

Arbeitnehmer können Arbeitsmittel absetzen. Inklusive Umsatzsteuer darf das angeschaffte Gerät, wie ein PC oder Drucker, nicht mehr als 487,90 Euro kosten - teurere Anschaffung müssen über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Als Arbeitsmittel gelten auch Druckerpapier, Stifte und allgemeiner Bürobedarf. Wer sich beworben hat und dafür Ausgaben hatte, kann diese gesondert anbringen.

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4. Zu Hause arbeiten?

Die Finanzämter akzeptieren nur in speziellen Fällen das Heimbüro. Nur wenn der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt und das Zimmer quasi ausschließlich beruflich genutzt wird, dürfen die Kosten abgesetzt werden. Eine Arbeitsecke in einem Raum, der ansonsten privaten Zwecken dient, wird nicht akzeptiert. Hier finden Sie weitere Infos, wie Sie ein Arbeitszimmer steuerlich absetzen.

5. Doppelter Haushalt aus beruflichen Gründen

Wer aus beruflichen Gründen in zwei Haushalten lebt, kann die doppelte Belastung steuerlich geltend machen. Anschaffungen für die zweite Wohnung wie Möbel, Kaffeemaschine und Co. können Sie ebenso wie die Miet- und Betriebskosten mit bis zu 1000 Euro monatlich abrechnen. Auch die Umzugskosten und Telefonkosten für Gespräche mit der Familie zu Hause sind abzugsfähig. In den ersten drei Monaten können Sie darüber hinaus die Verpflegungspauschale anbringen. 


Weitere Tipps zur Steuererklärung bekommen Sie gegen Gebühr unter ww.test.de. 

kg