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Englisch im Job: Sie arbeiten häufig mit US-Kollegen? Dann sollten Sie diese Formulierungen kennen

Wer beruflich mit US-Amerikanern zusammenarbeitet, stolpert über deren blumige, fast überschwängliche Sprache. Sind sie wirklich so euphorisch - oder ist das nur eine sprachliche Hürde? Diese sieben Formulierungen helfen im Alltag mit den US-Kollegen.

Von Judith Geiß

US-Kollegen

US-Kollegen sprechen ein überschwänglich Englisch

Getty Images
Judith Geiß

Judith Geiß begleitet Unternehmen nach einer amerikanischen Übernahme. Auf ihrem Blog "thebridge-online.com" gibt sie Tipps, wie man eine Übernahme überlebt – und besser mit Amerikanern zusammen arbeitet.

Kennen Sie das? Irgendwie erscheinen Ihnen die amerikanischen Kollegen immer etwas überschwänglich. Woran liegt das? Amerikaner benutzen gerne und viele Adjektive. Das führt dann meist dazu, dass wir das als „übertrieben” aufnehmen. Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen habe ich die aufgeschrieben, die meiner Meinung nach am häufigsten sind.

Dass man etwa auf "How are you“ nicht wirklich sagen muss, wie es einem geht, sondern reflexhaft "Good, and you?" antworten sollte, ist bei vielen schon ein Reflex. Wer sagt seinen Kollegen schon immer, wie es ihm wirklich geht? Und anlässlich des Tages der englischen Sprache noch ein Tipp: "Why don’t you come over to my house sometime?" ist mitnichten eine feste Essens-Einladung! 

Aber nun zu den Adjektiven und was Sie wirklich bedeuten:

  1. Wenn ein Amerikaner also begeistert ausruft: "Awesome! Amazing!" meint er im Grunde nur "Gut".
  2. "The best thing ever!" (Das war das Beste überhaupt!) kann alles bedeuten, von "es war wirklich gut" bis hin zu "es war ganz in Ordnung". Denn öffentlich kritisiert wird niemand so direkt, ob bei einer Veranstaltung oder einer anderen Gelegenheit.
  3. Wenn er einem zusichert, dass etwas "for sure" (ganz sicher) geschehen oder stattfinden wird, sollte man nicht allzuviel darauf geben, denn es bedeutet eher "wahrscheinlich".
  4. Bei den Amerikanern ist alles "great" (super). Dies ist eine beliebte Antwort auf die Frage: "How are you?" (Wie geht es Ihnen?), aber im Grunde nur eine Höflichkeitsfloskel. Im Joballtag wird es oft schnell dahingesagt und bedeutet im schlimmsten Fall nur: "Geht so".
  5. Hellhörig werden sollte man, wenn man ein "not so bad" (nicht so schlecht) zu hören bekommt. Meistens bedeutet dies verpackte Kritik, also "schlecht".
  6. "No problem!" Bedeutet leider oftmals doch, dass es ein Problem gibt, das überspielt wird, denn man geht davon aus, dass man schon alles in den Griff bekommen wird.
  7. "I need to check this with X" (Ich muss das erst noch mit X besprechen) – wenn dieser Satz fällt, geht es nicht unbedingt darum, eine Erlaubnis einzuholen, sondern man möchte sich noch einmal intern besprechen.

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