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Aenne Burda: Die Modeverlegerin ist tot

Aenne Burda ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Mit ihrer Zeitschrift "Burda Moden" legte sie den Grundstein für den größten Fachverlag für Modepublikationen in Deutschland.

Wie das Unternehmen Hubert Burda Media am Donnerstag mitteilte, verstarb Aenne Burda im Kreise ihrer Familie in ihrem Wohnhaus in Offenburg. Sie wurde 96 Jahre alt. Burda hatte 1949 einen kleinen Modeverlag übernommen und diesen zum größten Fachverlag für Modepublikationen ausgebaut. Mit ihm avancierte sie zu einer bekannten Großverlegerin und war eine der wenigen Frauen, die das deutsche Wirtschaftswunder prägten.

Aenne Burda wurde am 28. Juli 1909 als Tochter eines Lokomotivführers in Offenburg geboren. 1931 heiratete sie den Verleger Franz Burda. Das Paar bekam drei Söhne: Franz, Frieder und Hubert. 45 Jahre lang stand Aenne Burda an der Spitze des Verlags. "Burda Moden" erschien erstmals 1950. Zwei Jahre später begann die Produktion der noch heute bekannten Einzelschnittmuster. Starken Absatz fanden auch Burdas Spezialhefte zum Stricken und Häkeln, zum Selbermachen von Puppen, zur Schulkindermode oder zum Weihnachtsbasteln.

Noch vor dem Fall der Mauer gelang Aenne Burda ein besonderer Coup: 1987 brachte sie als erste westliche Zeitschrift "Burda Moden" in russischer Sprache in der damaligen Sowjetunion auf den Markt. Dies bedeutete gleichzeitig den Auftakt für die internationale Ausrichtung des Burda-Konzerns. Heute erscheint das monatliche "Burda Modemagazin" in 89 Ländern und wird in 16 Sprachen übersetzt. 1994 wurde der Modeverlag Aenne Burda mit Sitz in Offenburg in das Unternehmen ihres Sohnes, Hubert Burda Media, integriert.

AP, DPA / AP / DPA
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