Acht Euro pro Quadratmeter
In diesen deutschen Großstädten sind die Mieten am günstigsten

Auch in Dresden liegen die Angebotsmieten im Schnitt unter zehn Euro
Elbflorenz: Auch in Dresden liegen die Angebotsmieten im Schnitt unter zehn Euro
© Westend61 / Getty Images

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In Großstädten sind die Mieten teuer? Nicht in allen. Eine Auswertung zeigt, in welchen großen Städten in Deutschland das Wohnen noch immer vergleichsweise günstig ist.

Wenn vom Mietenwahnsinn in Deutschland die Rede ist, dann geht es meist um Städte wie München, Hamburg oder Berlin. Doch abseits dieser Metropolen kann das Wohnen in der Stadt auch vergleichsweise günstig sein, wie eine Auswertung von Immoscout24 zeigt. Demnach können Mieter in jeder zweiten deutschen Großstadt für unter zehn Euro pro Quadratmeter wohnen. In zehn Großstädten liegen die Mieten sogar unter acht Euro. 

Zum Vergleich: In den acht größten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig) betragen die von Immoscout ermittelten Quadratmeterpreise im Schnitt fast 14 Euro.

Große Städte mit kleinen Mieten 

Für die Auswertung hat das Immobilienportal ermittelt, zu welchen Mietpreisen Bestandswohnungen mit einem Baualter von mindestens drei Jahren im ersten Quartal 2026 angeboten wurden. Nicht erfasst sind Angebote für Neubauwohnungen (tendenziell teurer) sowie generell keine bereits bestehenden Mietverhältnisse (tendenziell günstiger). Untersucht wurden alle 71 kreisfreien deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Bei allen Angaben handelt es sich um Kaltmieten.

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In 15 der 71 kreisfreien Großstädte lagen die Angebotsmieten unter 8,50 Euro pro Quadratmeter. Die meisten dieser Orte liegen in Nordrhein-Westfalen, vor allem im Ruhrgebiet (siehe Karte und Tabellen). Zu den besonders günstigen Städten zählen auch Saarbrücken (8,12 Euro), Halle an der Saale (7,71 Euro), Magdeburg (7,39 Euro), Bremerhaven (7,34 Euro) und Salzgitter (7,15 Euro). Die günstigste Großstadt ist Chemnitz mit Mieten von 6,27 Euro pro Quadratmeter. Bei einer 70 Quadratmeter großen Wohnung entspricht das rechnerisch einer monatlichen Kaltmiete von 439 Euro.

In weiteren 22 Großstädten liegen die Angebotsmieten zumindest unter zehn Euro pro Quadratmeter. Dazu zählen wiederum viele Städte in NRW aber auch in Niedersachsen – zum Beispiel Göttingen (8,52 Euro), Osnabrück und Oldenburg (je 9,85 Euro). Mit Leipzig (8,90 Euro), Dortmund (8,76 Euro), Bremen (9,93 Euro), Essen (9,14 Euro) und Dresden (9,54 Euro) finden sich sogar urbane Zentren mit um die 600.000 Einwohnern in dieser Gruppe. In Süddeutschland gibt es hingegen keine einzige Großstadt mit Mieten unter zehn Euro.

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Zu beachten ist, dass es sich hier um Durchschnittsmieten handelt. Auch innerhalb einer Stadt kann die Spanne zwischen günstigen und teuren Wohnungen groß sein. Trotzdem zeigt die Auswertung beachtliche Unterschiede im Wohnungsangebot der Städte.

„Während die Mietmärkte in den Metropolen angespannt bleiben, gibt es in Deutschland weiterhin zahlreiche kreisfreie Großstädte mit vergleichsweise moderaten Angebotsmieten“, kommentiert Immoscout-Chefin Gesa Crockford die Auswertung. „Gerade diese Städte stehen oft weniger im öffentlichen Fokus, bieten aber eine gute Infrastruktur zu deutlich niedrigeren Preisen.“