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Affäre um Karteileichen: Sky will gegen BaFin-Bericht klagen

Die Affäre um zu hoch ausgewiesene Abonnenten-Zahlen holt den Bezahlsender Sky nach zwei Jahren wieder ein. 2008 war aufgeflogen, dass der PayTV-Sender - damals noch unter dem Namen Premiere - eine Million Karteileichen als zahlende Kunden ausgegeben hatte.

Die Affäre um zu hoch ausgewiesene Abonnenten-Zahlen holt den Bezahlsender Sky nach zwei Jahren wieder ein. 2008 war aufgeflogen, dass der PayTV-Sender - damals noch unter dem Namen Premiere - eine Million Karteileichen als zahlende Kunden ausgegeben hatte. Die Finanzaufsicht BaFin hatte die Bilanzen des Münchner Unternehmens daraufhin genauer unter die Lupe genommen und noch weitere Fehler gefunden. Sky droht nun eine hohe Buße. Die Sky-Aktie verlor am Dienstag sechs Prozent auf 1,47 Euro.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) halte den Premiere-Jahresabschluss 2007 sowie den Halbjahresbericht 2008 in mehreren Punkten für fehlerhaft, teilte Sky mit. Die Mängelliste ist lang und detailliert: So habe Premiere seinen Aktionären etwa im Konzernlagebericht 2007 verschwiegen, wie riskant das eigene Geschäftsmodell ist, da alle paar Jahre ein teures Wettbieten um die Fernsehrechte für die Spiele der Fußball-Bundesliga entbrennt. Die Bundesliga ist das wichtigste Zugpferd von Premiere/Sky - viele Kunden haben ihr Abo nur deshalb. Zudem habe Premiere falsche Angaben zu seinem Firmenwert gemacht und seine Ertragslage beschönigt.

Sky bezeichnet die Ergebnisse der BaFin-Prüfung als "unzutreffend" und will dagegen vor dem Oberlandesgericht Frankfurt klagen. Ein Urteil werde erst in einem Jahr erwartet, erläuterte ein Sky-Sprecher. Im Fall einer Niederlage müsse Sky eine Million Euro Buße an die Behörde überweisen.

Karteileiche enttarnt

Ausgangspunkt für die BaFin-Nachforschungen war das überraschende Eingeständnis von Premiere im Herbst 2008, dass es eine Million seiner Abonnenten gar nicht gibt. Sie hatten sich als Karteileichen entpuppt. Der Kurs der Aktie rutschte damals massiv ab. Viele Anleger fühlten sich getäuscht und verklagten Premiere auf insgesamt 240 Millionen Euro Schadenersatz. Die meisten Rechtsstreitigkeiten, vor allem mit großen Anlagefonds, hätten mittlerweile mit Vergleichen beigelegt werden können, sagte der Sky-Sprecher. Das koste den Sender 14 Millionen Euro.

Die Summe fällt angesichts der Verluste, die Sky Jahr für Jahr auftürmt, nicht weiter auf: Allein für 2010 rechnet Sky selbst mit einem operativen Minus von bis zu 280 Millionen Euro. Lediglich die regelmäßigen Geldspritzen von Großaktionär Rupert Murdochs halten den Konzern über Wasser. Seit seinem Einstieg 2008 musste der Medienmogul bereits vier Mal frisches Geld in das Unternehmen pumpen.

Reuters / Reuters
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(