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Alitalia: Italien bewilligt Notfallkredit

Alitalia fliegt vorerst weiter. Ein Kredit über 300 Millionen Euro verschafft der sanierungsbedürftigen Fluglinie Luft, damit sie in Ruhe nach einem Käufer suchen kann.

Die italienische Regierung hat einen 300 Millionen Euro schweren Überbrückungskredit für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia bewilligt. Der scheidende Ministerpräsident Romano Prodi sagte, die Summe sei auf Vorschlag seines bereits gewählten Nachfolgers Silvio Berlusconi festgelegt worden. Nachdem die Übernahme durch die Fluglinie Air France-KLM gescheitert war, benötige Berlusconi Zeit, um nach Alternativen Ausschau zu halten. Das Darlehen muss bis zum Jahresende zurückgezahlt werden.

Der italienische Staat versucht seit längerem, sich von seinem Anteil von 49,9 Prozent an Alitalia zu trennen. Die fünftgrößte europäische Fluggesellschaft mit ihren 20.000 Beschäftigten gilt weithin als Sanierungsfall, der ohne einen drastischen Abbau von Arbeitsstellen nicht zu retten ist. Derzeit fliegt sie täglich einen Verlust von rund einer Million Euro ein.

Air France-KLM hatte ein Übernahmeangebot für Alitalia formell zurückgezogen. Die italienische Fluggesellschaft stand damit unter massivem Druck, ihre Finanzierung zu sichern.

Reuters / Reuters