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"Prime Now" kommt nach Europa Amazon liefert binnen einer Stunde

Schnell, schneller, Amazon? Der Onlinehändler startet seinen Lieferdienst "Prime Now" nun auch in Europa.
Schnell, schneller, Amazon? Der Onlinehändler startet seinen Lieferdienst "Prime Now" nun auch in Europa.
© Picture Alliance
Für ganze Eilige bietet Amazon jetzt auch in Europa die Blitz-Lieferung innerhalb einer Stunde an. Zunächst ist "Prime Now" nur in London verfügbar, könnte aber auch nach Deutschland kommen.

Wer es gar nicht erwarten kann, das neue Buch oder Computerspiel endlich in den Händen zu halten, freut sich über den neuen Service von Amazon. Bisher hatte der Onlinehändler den Dienst nur in den USA angeboten, jetzt kommt die Blitz-Lieferung innerhalb einer Stunde auch nach Europa. Wie die "Daily Mail" berichtet, soll "Prime Now" zunächst in einigen Londoner Stadtteilen starten, um dann bis Ende des Jahres auf andere Städte in Großbritannien ausgeweitet zu werden. 

Zusatzgebühren für Blitz-Lieferung

Der schnelle Lieferdienst, mit dem bis zu 10.000 Produkte mit einer Lieferzeit von nur einer Stunde bestellt werden können, ist nur für Amazon-Prime-Mitglieder verfügbar. Dabei soll es sich vor allem um Dinge des täglichen Bedarfs, aber auch Elektronikartikel und Spiele handeln. Zusätzlich zu den jährlichen Gebühren der Prime-Mitgliedschaft, wird für die Blitzlieferung eine Gebühr von rund sieben Pfund (knapp fünf Euro) berechnet. Der Service ist zudem erst ab einem Bestellwert von mehr als 20 Pfund verfügbar. Wer ein wenig länger auf seine Bestellung warten kann, bekommt die Lieferung sogar kostenlos: Zwischen acht Uhr Morgens und Mitternacht bringt Amazon das Paket innerhalb von zwei Stunden an die Haustür.

Konkurrenz für kleine Läden

Wie die "Lebensmittel-Zeitung" berichtet, könnte der Dienst nach dem erfolgreichen Start auch bald in Deutschland verfügbar sein. Kritiker befürchten, dass der Onlinehändler so noch stärkeren Druck auf kleinere Geschäfte ausüben konnte. Bisher konnten diese ihren Kunden den Vorteil bieten, das gekaufte Produkt gleich mit nach Hause nehmen zu können. Mit "Prime Now" muss man dafür jetzt nicht einmal mehr das Haus verlassen. Aber auch für Amazon-Kunden mit mehr Zeit könnte die Einführung des neuen Angebotes Veränderungen bedeuten. Die Vermutung: Auf lange Sicht wird der Onlinehändler seine kostenlose Lieferoption mit drei bis vier Tagen Wartezeit ganz streichen. Das würde wahrscheinlich mehr Kunden dazu bringen eine Prime-Mitgliedschaft abzuschließen, die derzeit von vielen Amazon-Nutzern kritisiert wird. Trotz der Kritik wächst die Anzahl der Prime-Kunden aber stetig und verzeichnete alleine im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 53 Prozent.

Dominik Brück

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