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BANKGESELLSCHAFT BERLIN: Rücklagen haben Vorrang vor Dividende

Die angeschlagene Bankgesellschaft Berlin sieht in Zukunft ihre Prioritäten eher in der Stärkung der Vermögensbildung, als mit üppigen Dividenden von sich reden machen.

»In den folgenden Jahren wird im Falle eines Gewinnausweises die Stärkung der Rücklagen Vorrang vor der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung haben müssen«, sagte Vorstandsvorsitzenden Hans-Jörg Vetter am Freitag bei der Hauptversammlung der Bank in Berlin. Er fügte hinzu: »Alles andere wäre angesichts der erheblichen Verlustausweise der vergangenen Jahre nicht verantwortbar.«

In den vergangenen vier Jahren hat die Bank letztmals 1999 mit 0,60 Euro je Aktie eine Dividende gezahlt. Auch für 2002 ist keine Ausschüttung geplant. Vetter bekräftigte, die Bank werde auch im laufenden Jahr mit einem Fehlbetrag abschließen, den operativen Verlust aber deutlich senken. Dieser hatte im Jahr 2001 634 Millionen Euro betragen.

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