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Benzinpreise: Frust an der Zapfsäule

Monat für Monat müssen Autofahrer mehr Geld an der Tankstellenkasse lassen. Seit Jahresbeginn stiegen die Preise für den Liter Super um sieben Cent. Im Sommer könnte es noch teurer werden.

Die kräftig gestiegenen Notierungen an den internationalen Ölmärkten treiben in Deutschland die Preise an den Zapfsäulen in die Höhe. Seit Jahresbeginn müssen die Autofahrer von Monat zu Monat steigende Preise verkraften, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg mit. Nach einer erneuten Preiserhöhung um zwei Cent am Freitag kostet Super gegenwärtig 1,19 Euro je Liter. Das sind sieben Cent mehr als zum Jahresbeginn. Im Monatsdurchschnitt verteuerte sich der Liter Superbenzin von Februar auf März um 3,3 Cent.

Noch deutlicher zeigt sich der Preisanstieg bei Dieselkraftstoffen. Im März kostete Liter durchschnittlich 1,007 und damit 5,6 Cent mehr als im Febraur. Mitllerweile müssen die Dieselfahrer sogar 1,04 Euro zahlen. Trotz des deutlichen Anstiegs, liegen die Preise liegen aber noch um mehrere Cent unter den Höchstpreisen vom vergangenen Oktober. Der Liter Super kostete damal 120,3 Cent.

Nach Ansicht von Marktkennern drohen weitere Preiserhöhungen noch in diesem Jahr. Der Fachdienst EID weist darauf hin, dass die Preise auf dem Markt in Rotterdam deutlich stärker gestiegen sind als an den Tankstellen in Deutschland. So habe der Preis für eine Tonne Benzin einen Rekordwert erreicht, die Preise an der Zapfsäule seien davon aber noch weit entfernt.

Der Benzindurst der USA dürfte den Europäern zusätzlich das Tanken vermiesen. In den vergangenen Jahren haben US-Importeure immer im Frühjahr im großen Stil Benzin in Europa gekauft, weil die Verarbeitungskapazität im eigenen Land nicht ausreicht. Diese erhöhte Nachfrage hat den Benzinpreis auch in Deutschland immer weiser kurzzeitig steigen lassen.

DPA / DPA