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Bio-Supermarktkette: Basic gibt Lidl einen Korb

Die Lidl-Eigentümer wollen ihrem Discounter offenbar ein ökologischeres Image verpassen, deshalb sollte die Bio-Supermarktkette Basic mehrheitlich übernommen werden. Doch die Basic-Altaktionäre reagierten auf die Lidl-Pläne anders als erwartet.

Die Bio-Supermarktkette Basic fällt doch nicht in Hände des Discounters Lidl. Die Basic-Vorstände Josef Spanrunft und Johann Priemeier stoppten die Mehrheitsübernahme. Wie das Unternehmen in München mitteilte, stimmten sie der Aktienübertragung der Altaktionäre an die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, nicht zu.

Die Entscheidung sei wegen der großen Unruhe getroffen worden, die der Einstieg des Lidl-Eigentümers bei Basic verursacht habe, erklärte der Basic-Vorstand. "Ein Teil unserer Kunden ist besorgt über die aktuelle Entwicklung bei uns im Hause. Das müssen wir sehr ernst nehmen", sagte Vorstands-Chef Spanrunft. Die weitere Marschrichtung werde der Vorstand jetzt zusammen mit dem Aufsichtsrat festlegen, hieß es.

Schwarz-Gruppe wollte Mehrheit

Zur Schwarz-Gruppe gehören neben Lidl auch die Ketten Kaufland, Kaufmarkt und Handelshof. Der Konzern war mit einer Minderheitsbeteiligung bei Basic eingestiegen und wollte die Mehrheit übernehmen. Dazu wurde den Aktionären ein Verkaufsangebot unterbreitet. Die Mehrheit der Aktien teilen sich die Basic-Gründer Priemeier, Georg Schweisfurth und Richard Müller.

Von der Entscheidung sei die aktuelle Beteiligung der Schwarz-Gruppe nicht betroffen, teilte Basic mit. Zusammen mit einer Wandelanleihe, die 2008 in Aktien umgewandelt werde, hält die Gruppe künftig 23 Prozent an Basic. Der Bio-Supermarkt hatte 1998 seinen ersten Supermarkt in München eröffnet, 24 weitere kamen bis heute dazu. 2006 steigerte die Firma ihren Umsatz um 37 Prozent auf 72,6 Millionen Euro.

Reuters / Reuters
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