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Preisklauseln untersagt Kartellamt geht gegen Hotelportal Booking.com vor


Das Bundeskartellamt untersagt dem Portal Booking.com die sogenannten Bestpreis-Regeln - durch diese gebe es weder Konkurrenz zwischen den Onlineportalen noch zwischen Hotels.

Das Bundeskartellamt untersagt dem Hotelportal Booking.com die sogenannten Bestpreis-Regeln. Diese verstoßen gegen den Wettbewerb, meldet die "Süddeutsche Zeitung". Es gebe so kaum Konkurrenz zwischen den Onlineportalen, aber auch zwischen den Hotels, die sich damit nicht über den Preis oder andere Konditionen differenzieren könnten, so Kartellamts-Präsident Andreas Mundt: "Bestpreisklauseln sind nur auf den ersten Blick von Vorteil für die Verbraucher. Tatsächlich werden dadurch zulasten der Verbraucher niedrigere Preise schlicht unterbunden."

Die Priceline-Tochter Booking.com ist mit Abstand Marktführer in Deutschland. Im Februar hatten die Wettbewerbshüter den Expedia- und HRS-Rivalen abgemahnt. Bestpreisklauseln verpflichten die Herbergen, bei einzelnen Online-Dienstleistern etwa den jeweils niedrigsten Hotelpreis, die höchstmögliche Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen anzubieten.

Hotels wollen Kunden auf eigene Internetseite ziehen

Rund 31.000 Hotelbetriebe gibt es derzeit in Deutschland. Die Online-Plattformen nehmen für die Vermittlung teilweise hohe Provisionen, die im Durchschnitt bei etwa 20 Prozent liegen. Die Hotels wollen die Buchungen deshalb zunehmend über ihre eigene Webseite abwickeln. Derzeit werde noch jede vierte Reservierung noch telefonisch vorgenommen, berichtet die "SZ".

tim Reuters

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