VG-Wort Pixel

Einrichtungskette Butlers muss Insolvenz anmelden

Butlers ist insolvent
Die Einrichtungskette Butlers ist insolvent.
© dpa
Butlers hat Insolvenz angemeldet. Die Einzelhandelskette für Wohnaccessoires soll nun in einem Planverfahren saniert werden. Die Filialen sollen zunächst nicht schließen.

Handtücher, Kerzen, Dekorationen: In den 94 Filialen der Einrichtungskette Butlers bekamen Kunden alles, was die eigenen vier Wände verschönert. Nun musste Butlers Insolvenz anmelden, berichtet die "Lebensmittelzeitung". "Wir wollen die Chance nutzen, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung das Handelsgeschäft so reibungslos wie möglich fortzuführen und uns markt- und wettbewerbsfähig neu zu positionieren", erklärte Insolvenzverwalter Jörg Bornheimer in einer Mitteilung.

Butlers soll saniert werden

Damit steht fest: Butlers soll saniert und neu aufgestellt werden. Während dieser Phase sollen die Geschäfte weiterhin geöffnet bleiben. Wie die Neuausrichtung der Einrichtungskette aussehen soll, ist bislang unklar. Butlers betreibt vornehmlich in Innenstadtlagen Filialen. Auch einen Onlineshop gibt es - dort können Kunden nicht nur Wohnaccessoires kaufen, sondern auch Möbel.

Butlers wurde 1999 gegründet und zählt sich selbst zu den Marktführern im Bereich Wohnaccessoires. Das Unternehmen machte nach eigenen Angaben zuletzt einen Umsatz von rund 95 Millionen Euro. Butlers beschäftigt in über 100 Filialen in Deutschland, Österreich, Großbritannien und der Schweiz rund 1000 Mitarbeiter.

Auch Strauss Innovation ging pleite

Butlers ist nicht der erste Einzelhändler im Einrichtungssegment, der in die Krise rutscht. Auch Strauss Innovation muss Insolvenz anmelden - und wird nun ganz verschwinden. Zunächst gab es noch Hoffnung für die angeschlagene Kette. Insolvenzverwalter Dirk Andres wollte einen Investor für die Düsseldorfer Traditionsfirma finden, die vor knapp 115 Jahren gegründet wurde. Doch er fand niemanden. Anfang Dezember teilte Andres mit, dass der Betrieb von Strauss Innovation eingestellt werde.

Doch das Segment ist nicht notwendigerweise unprofitabel. So wächst die Einrichtungskette Depot kräftig. Innerhalb von fünf Jahren konnte Depot seine Erlöse um mehr als 130 Prozent auf fast 400 Millionen Euro steigern.

Tierheime sind überfüllt – mit dieser Werbung nicht mehr lange
kg

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker