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1300 Stellen werden gestrichen: Eon fährt höchsten Verlust in Konzerngeschichte ein

Die Zahlen bei Eon haben sich erneut verschlechtert. Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 16 Milliarden Euro. Die schlechte Bilanz trifft zahlreiche Arbeitnehmer in Deutschland.

2016 hat Eon tiefrote Zahlen geschrieben

2016 hat Eon tiefrote Zahlen geschrieben 

Für die Aktionäre von Eon fällt die Dividende nach dem 2016 wohl sehr dünn aus. Der Energiekonzern muss einen Verlust von 16 Milliarden Euro verzeichnen. Für das Unternehmen mit Sitz in Essen stellt das einen Rekordverlust dar.

Das Minus fiel noch einmal deutlich größer aus als 2015, als bereits ein Verlust von knapp sieben Milliarden Euro in den Büchern gestanden hatte. Gründe seien Abschreibungen im Zusammenhang mit der Abspaltung von Uniper und die Kosten für die Finanzierung des Atomausstiegs, teilte Eon am Mittwoch mit.

Energiekonzern will an Arbeitsplätzen sparen

Die Bilanz für 2016 sei "letztmalig von Lasten der Vergangenheit geprägt", erklärte Eon. "Mit diesem Schlussstrich ist das Unternehmen nun frei, in den gesunden operativen Kerngeschäften Energienetze, Kundenlösungen und erneuerbare Energien künftig zu wachsen." Die konventionelle Stromproduktion hatte Eon in das inzwischen börsennotierte Unternehmen Uniper abgespalten.

Eon kündigte an, konzernweit rund 1300 Arbeitsplätze zu streichen, davon rund 1000 in . Angestrebt würden "einvernehmliche Lösungen". So seien eine Vorruhestandsregelung, Abfindungen und die Möglichkeit eines Wechsels in eine Qualifizierungs- und Transfergesellschaft geplant.

Verlust lässt die Dividende schrumpfen

Mit einem Sparprogramm namens "Phoenix" sollen demnach ab 2018 Kosten von jährlich rund 400 Millionen Euro eingespart werden. Ziel sei es, Strukturen und Prozesse des neuen Eon-Konzerns auf die "Anforderungen der neuen Energiewelt" zuzuschneiden.

Auch die Aktionäre bekommen die schlechten Bilanzen direkt zu spüren: Die Dividende soll von zuletzt 0,50 Euro je Anteilsschein auf 0,21 Euro für 2016 schrumpfen. Für das laufende Jahr will Eon wieder 0,30 Euro zahlen. "Die Bilanz des Übergangsjahres 2016 ist eine Zäsur, die den Weg von Eon in die neue Energiewelt frei macht", meinte Konzernchef Johannes Teyssen. 

Bei Wäschetrocknern sollte man auch die Folgekosten durch den Stromverbrauch bedenken
fri / AFP / DPA