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Erfolgreiches US-Geschäft: Telekom verdoppelt ihren Gewinn

Auch solche Geschichten gibt es in diesen Tagen noch: Die Deutsche Telekom hat im abgelaufenen Jahr ihren Gewinn verdoppelt. Für dieses Jahr zeigt sich der Telefonriese daher optimistisch. Zu dem guten Ergebnis hat vor allem das Geschäft in den USA beigetragen.

Die Telekom hat trotz rückläufigen Umsatzes ihren ausgewiesenen Gewinn 2008 mehr als verdoppelt. Der Nettogewinn stieg um 159,7 Prozent von 571 Millionen Euro auf 1,48 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss wuchs um 14 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Bonn mitteilte. Der Umsatz ging zugleich um 1,4 Prozent auf 62,52 Milliarden Euro zurück. Die Telekom hat damit ihre Finanzziele übertroffen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit 19,46 Milliarden Euro 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert und übertraf zugleich die Prognose von 19,3 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 78 Cent je Papier erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für 2009 zeigten sich die Bonner zudem etwas optimistischer als bislang. Aus dem Geschäft generierte die Telekom frei verfügbare Mittel von sieben Milliarden Euro. Angepeilt waren rund 6,6 Milliarden Euro.

Der Umsatz erhöhte sich zwar von Oktober bis Dezember im Vorjahresvergleich um zwei Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr sank er jedoch wegen Wechselkurseffekten um 1,4 Prozent auf 62,5 Milliarden Euro. Netto standen im Gesamtjahr 1,5 Milliarden Euro zu Buche nach 571 Millionen Euro im Vorjahr. Hier wirkten sich vor allem geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen aus.

Für 2009 stellte der Bonner Konzern einen operativen Gewinn und frei verfügbare Mittel in der Größenordnung von 2008 in Aussicht. Bislang waren ein stabiles bis leicht steigendes Ebitda und frei verfügbare Mittel von rund 6,6 Milliarden Euro anvisiert worden.

Auslands-Mobilfunk wächst weiter

Abermals wurde das Wachstum der Telekom allein vom ausländischen Mobilfunk getragen. Die Erlöse von T-Mobile stiegen insgesamt um 2,4 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro, das bereinigte Ebitda erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Am hart umkämpften deutschen Markt war der Umsatz aber mit 2,8 Prozent noch rückläufig, während das Ebitda um 3,1 Prozent anzog. Zweistellig wuchs das Geschäft in den USA. Wachstumstreiber waren auch die Gesellschaften in Zentral- und Osteuropa, die um zehn Prozent zulegten.

Im Festnetzgeschäft konnte die Telekom den Umsatzrückgang am Heimatmarkt bremsen. Im Gesamtjahr sanken die Erlöse um 5,1 Prozent nach acht Prozent im Vorjahr. Der scheidende Festnetzchef Timotheus Höttges hatte ein Minus von vier bis sechs Prozent vorhergesagt. Das Ebitda sank im Inland noch um 4,9 Prozent und damit nicht ganz so stark wie prognostiziert.

Auch im Geschäftskundensegment T-Systems, das in den vergangenen Jahren stark unter dem harten Wettbewerb gelitten hatte, zeigten sich Verbesserungen. Bereinigt um den verkauften Mediendienstleister Media Broadcast und die abgegebenen Abrechnungsdienstleistungen für die Telekom fiel der Umsatz noch um 1,2 Prozent, das bereinigte Ebitda lag auf dem Niveau des Vorjahres. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg auf 61 von zwölf Millionen Euro im Vorjahr.

Reuters/AP / AP / Reuters