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So gewonnen, so zerronnen Stellen Sie sich vor, Sie finden 28 Goldbarren im Garten – und müssen sie wieder abgeben

Es liest sich wie ein Märchen ohne Happy End: Diese Geschichte beginnt im französischen Roanne bei Lyon. Im eigenen Garten findet ein Ehepaar 2009 zufällig sechs Goldbarren. 2013 entdeckt es weitere 22 Goldbarren. Ordnungsgemäß meldet es den Fund bei sämtlichen Behörden. Daraufhin setzt sich die Polizei mit der Witwe des ehemaligen Hausbesitzers in Verbindung. Und siehe da: Die Frau und ihre acht Kinder beanspruchen das Gold für sich. Die Eltern des Verstorbenen waren wohlhabend. Sie besaßen mehrere Wein- und Spirituosen-Firmen. Ihr Vermögen investieren sie in Gold. Ihre rechtmäßigen Erben finden zunächst nur zwei der wohl 30 Goldbarren. Die Kaufzertifikate sind vorhanden, nur fehlen einige der darauf vermerkten Goldbarren. Das gefundene Gold ist mit den passenden Identifizierungsmerkmalen versehen. Gemäß Erbrecht liegen genug Beweise vor, die den Besitzanspruch der Witwe belegen. Ein Gericht spricht ihr die verbliebenen Goldbarren sowie die Verkaufseinnahmen von 642.000 Euro zu. Für das ehrliche Finderpaar bleibt damit nur der alte Spruch: Wie gewonnen, so zerronnen.
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Erst 6, dann weitere 22 Goldbarren hat ein Paar aus der Nähe von Lyon im eigenen Garten entdeckt. Es meldet den Schatz - und darf am Ende nicht einen der 28 Goldbarren behalten.

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