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Gastgewerbe: Kaffeebar-Kette World Coffee gerettet

Die Kaffeebar-Kette World Coffee ist nach einem Insolvenzverfahren gerettet. Angeblich hat ein Frankfurter Investmentbanker das Unternehmen übernommen.

Laut Aussagen von Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder vom Donnerstag werden dadurch150 Arbeitsplätze erhalten. Der Investor will World Coffee im noch relativ jungen deutschen Markt ausbauen. Derzeit betreibt die größte deutsche Coffeeshop-Kette zwölf Läden an sieben Standorten.

Expansionsstrategie gescheitert

World Coffee gehörte dem Frankfurter Unternehmer Roman Koidl, der auch für seine Confiserie-Kette Most einen Antrag auf Insolvenz stellen musste. «Als Insolvenzursache ist die gescheiterte Expansionsstrategie des Gründers anzusehen, der zu schnell zu viele und zum Teil auch falsche Standorte eröffnete», sagte Schröder. Daneben war auch nicht zu verkennen, dass World Coffee als erste Kaffeebar-Kette nach US-amerikanischem Vorbild auf dem deutschen Markt Lehrgeld bezahlen musste.

Übertragende Sanierung

Schröder übernimmt World Coffee auf dem Weg der so genannten übertragenden Sanierung. Dabei werden die Betriebsmittel an eine Auffang- oder Nachfolgegesellschaft verkauft und der Kaufpreis an die Gläubiger ausgeschüttet. Der Frankfurter Investor wollte das operative Geschäft von World Coffee bereits zum 1. November übernehmen. Es kam jedoch an verschiedenen Standorten zu Schwierigkeiten mit den Vermietern, die zu Verzögerungen führten.

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