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GASTRONOMIE: Planet Hollywood-Lokalen geht es miserabel

Kaum hatte sich die Restaurantkette erholt, muss sie schon wieder Konkurs beantragen: Nach den Attentaten in den USA bleiben die Touristen aus.

Die US-Restaurantkette Planet Hollywood International Inc, Orlando, musste am Freitag für sich und weitere 18 verbundene Unternehmen Gläubigerschutz nach Artikel elf des US-Insolvenzrechts beantragen. Das Unternehmen teilte in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht mit, dass der Rückgang von Touristenreisen, Hotelbuchungen und Veranstaltungen nach den Terroranschlägen in den USA zu einer »unhaltbaren Position für das Unternehmen geführt hat, das gerade erst wieder finanziell auf die Füße gekommen war«.

Neues Kapital und Reorganisation

Die Verbraucher zögern derzeit mit Besuchen von Restaurants selbst in den besten Lagen wie etwa am Times Square (New York), Piccadilly Circus (London) oder am Champs Elysee (Paris). Im Rahmen der jetzt angestrebten Reorganisation sollen jedoch keine Restaurants geschlossen werden, erklärte das Unternehmen, bei dem früher Schauspieler wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Bruce Willis beteiligt waren. Man hält auch an den Neueröffnungen im Disneyland Tokio und in der saudiarabischen Hauptstadt Riad fest. »Die Reorganisation wird die Finanzposition des Unternehmens stabilisieren und die Rückkehr zur Profitabilität ermöglichen.« Unter anderem soll neues Kapital zugeführt werden.

Im Januar 2000 hatte sich das Unternehmen dann neu aufgestellt.Planet Hollywood betreibt zwölf heimische und 28 Restaurants außerhalb der USA, die Aktien des Unternehmens notierten in den USA zuletzt mit 26 Cents. Planet Hollywood hatte bereits 1999 Gläubigerschutz beantragt.

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