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Gerüchte über Unterkapitalisierung: Deutsche Bank-Aktien unter Druck

Ein Bericht über die Unterkapitalisierung einer US-Tochter hat am Donnerstag die Aktien der Deutschen Bank unter Druck gebracht. Die Titel verloren in der Spitze 3,6 Prozent auf 45,50 Euro. "Das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) hatte berichtet, die Tochter Taunus Corp bräuchte frisches Kapital in Milliardenhöhe.

Ein Bericht über die Unterkapitalisierung einer US-Tochter hat am Donnerstag die Aktien der Deutschen Bank unter Druck gebracht. Die Titel verloren in der Spitze 3,6 Prozent auf 45,50 Euro. "Das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) hatte berichtet, die Tochter Taunus Corp bräuchte frisches Kapital in Milliardenhöhe.

Zur Begründung wird auf ein Schreiben der Chefin des US-Einlagensicherungsfonds (FDIC), Sheila Bair, verwiesen. Diese habe in einem Schreiben an den Verband der Auslandsbanken in den USA auf die Problematik aufmerksam gemacht - allerdings ohne die Deutsche Bank oder ihre Tochter beim Namen zu nennen.

Grund sei die verschärfte Regulierung in den USA. Regulierungsmängel sollten angegangen werden, ehe sie zu Problemen würden, zitiert die Zeitung die FDIC-Chefin. Die bestehende Möglichkeit, über sogenannte Bank-Holding-Companies die Kapitalanforderungen in den USA zu unterlaufen, sei eine solche Schwäche, warnt Bair der Zeitung zufolge. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Analysten zufolge warf das die Frage auf, ob die Deutsche Bank eine Kapitalerhöhung vornehmen muss. Händler bezweifelten das aber. "Laut unserem Analysten ist das offensichtlich ein Missverständnis", erklärte ein Börsianer. Vermutlich müsse einfach nur Geld der Mutter auf die Tochter übertragen werden. Eine Kapitalerhöhung sei dafür nicht nötig. Die Aktien der Deutschen Bank erholten sich im Verlauf auf 46,42 Euro, womit das Minus auf 1,6 Prozent schmolz.

Reuters / Reuters