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Ökotest: Das sind die besten Grillkohlen und Briketts

Welche Kohle grillt am besten? Und welche ist frei von Tropenholz? Ökotest hat Holzkohlen und Briketts getestet – und im Labor auch unangenehme Überraschungen erlebt.

Grillkohle

Nicht alle Grillkohlen und Briketts halten, was sie versprechen

Für die schöne Jahreszeit bewaffnen sich Grillfans wieder mit Kohlen oder Briketts. Doch welche sollte man wählen? Kohlen werde gern zum Anfeuern verwendet, Briketts versprechen eine längere Glühzeit. Eine Untersuchung von Ökotest zeigt nun: Es gibt bei beiden Sorten je nach Marke große Unterschiede im Grillverhalten – und nicht immer ist die Holzsorte enthalten, die die Hersteller versprechen.

Insgesamt ließ Ökotest 20 Holzkohlen und Briketts von Experten untersuchen: 11 Produkte erhielten die Note "Gut" oder "Sehr Gut". Eines erhielt die Note "Mangelhaft", der Rest erzielte (mittel)mäßige Ergebnisse.

Vorglühzeit zwischen 17 und 57 Minuten

Im Labor analysierten die Prüfer zunächst, ob die Stücke groß genug sind, ob genügend fester Brennstoff enthalten ist und wieviel Asche schon direkt beim Verkohlungsprozess entsteht. Wie sich das auf die Grillleistung auswirkt, zeigte der anschließende Praxistest. So gab es Kohlen, die nur 17 Minuten Vorglühzeit benötigten, aber schon nach 30 Minuten kaum noch Hitze abgaben. Andere Kohlen benötigten bis zu 57 Minuten Vorglühzeit und damit mehr als alle Briketts im Test. Bei den Briketts lag die Vorglühzeit zwischen 30 und 55 Minuten – sie hielten zudem wie erwartet im Schnitt länger hohe Temperaturen.

Fünf Briketts bekamen die Bestnote "Sehr gut", darunter eher teure Marken wie Weber (6 Euro je drei Kilo) aber auch die "Gut & Günstig"-Briketts von Edeka (2,49 Euro je drei Kilo). Bei den Kohlen erhielten fünf Produkte immerhin die Note "Gut".

Nicht-deklarierte Tropenhölzer und falsche Buche

Punktabzug gab es, wenn die Anbieter irreführende Angaben zur Herkunft und Art des verwendeten Holzes machten. Nur die Hälfte der Produkte enthielten entsprechende Angaben auf der Verpackung - gesetzlich ist dies nicht vorgeschrieben. Bei den übrigen erfragte Ökotest diese bei den Herstellern. Anschließend ließ es das spezialisierte Thünen-Institut aus Hamburg im Labor prüfen, ob die Angaben korrekt sind.

Dabei gab es unangenehme Überraschungen: So enthielt die Sorte "Max Premium Holzkohle Grill & Barbecue" von Masterfire nicht-deklarierte Hölzer aus tropischem oder subtropischem Klima, obwohl der Hersteller angegeben hatte, nur europäische Hölzer aus der Ukraine zu verwenden. Die Folge: ein mangelhaftes Testurteil.

Grobe Irreführung der Kunden wies das Labor auch der "Favorit Buche Premium-Grill Holzkohle" von Alschu nach: Entgegen der Auslobung auf der Verpackung war die bei Grillern beliebte Buche gar nicht enthalten. Nachweisen konnte das Labor lediglich Birke, Eiche, Erle und Hainbuche - auch letztere ist übrigens keine Buche, sondern ein Birkengewächs. Zwei Grillbriketts im Test waren zudem überhaupt nicht aus Holz, sondern aus Braunkohle. Auch das werten die Ökotester ab, da der Rückgriff auf fossile Brennstoffe nicht nachhaltig sei.

Den kompletten Test finden Sie hier

bak