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Shoppen für 25 Pence: Dieser Laden ist billiger als jeder Ein-Euro-Shop

Eine junge Britin betreibt einen Laden, in dem die Produkte nur 25 Pence kosten. Klingt nach unverantwortlichen Dumpingpreisen - doch tatsächlich tut die Ladenbesitzerin mit ihrem Geschäft Gutes. 

Charlotte Danks inmitten ihres kunterbunten Billigladens

Charlotte Danks inmitten ihres kunterbunten Billigladens

Ein-Euro-Läden haben nicht unbedingt den besten Ruf. Sie gelten als billige Resterampe, deren Produkte kaum von morgens bis mittags halten. Das Pendant in England sind Ein-Pfund-Läden oder 99-Pence-Shops. Billiger geht es wirklich nicht. Oder doch? Die Britin Charlotte Danks betreibt in Newquay an der englischen Westküste einen 25-Pence-Store. Die meisten ihrer Produkte kosten also umgerechnet etwa 35 Cent.

Danks verkauft allerdings keinen nutzlosen Plastikkram, sondern Lebensmittel und andere Produkte des täglichen Bedarfs. Ihre Waren kommen von Großhändlern, die die Produkte nicht bei den Supermärkten loswerden - etwa, weil die Haltbarkeitsgrenze fast erreicht ist oder weil die Verpackung beschädigt ist. "Das ist alles vollkommen in Ordnung, aber die Supermärkte müssen es aus den Regalen räumen und es würde auf dem Müll landen", sagte Danks der "Daily Mail".

Danks verkauft die gesamte Palette von Fertiggerichten und Getränken über Süßigkeiten bis hin zu Kosmetik und Hundefutter. Auch einige frische Produkte wie Fleisch und Milch sind im Sortiment. Danks kauft die Produkte für etwa 5 Pence unter Verkaufspreis, die meisten verkauft sie für 25 Pence. Das teuerste Produkt im Laden ist eine 2-Liter-Packung Curry-Pulver für 2,50 Pfund.

Weitere Food Outlets geplant

Der Laden kommt vor allem bei den Menschen gut an, die besonders wenig Geld haben. "Ich habe viel positives Feedback bekommen. Die Leute kommen oft und bedanken sich, dass ich ihnen durch eine schwierige Zeit helfe", sagt Danks. Die 20-Jährige, die noch zu Hause wohnt, überlegt bereits zwei weitere Filialen in der Gegend aufzumachen.

Allerdings: Nicht jedem gefällt der Geschäftstrieb der jungen Frau. "Die Supermärkte in der Nähe wollen alle nichts mit mir zu tun haben", sagt Danks. Sie würden ihre unverkäuflichen Waren lieber in den Müll werfen, als sie der jungen Billigkonkurrenz zu überlassen. Daher müsse sie mit ihrem alten Van eben etwas weiter fahren, um die Ware zu beschaffen.

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