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Ifo-Index: Weihnachtlich gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist vor Weihnachten so gut wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember unerwartet deutlich auf 94,7 Punkte von 93,9 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mitteilte.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist vor Weihnachten so gut wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember unerwartet deutlich auf 94,7 Punkte von 93,9 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer verbesserte sich damit den neunten Monat in Folge. Die Manager blicken so optimistisch in die Zukunft wie seit zwei Jahren nicht mehr. Auch ihre Geschäftslage beurteilten sie erneut besser. Vor allem die Industrie aber leidet noch unter den Geschäftseinbrüchen in der Rezession. Das Verarbeitende Gewerbe schätzt seine Lage immer noch schlechter ein als nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

"Nach dem scharfen Einbruch im vergangenen Winter wirken die aktuellen Umfrageergebnisse wie ein Weihnachtsgeschenk", erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Die Exportaussichten der Industrie dürften sich in den nächsten Monaten weiter verbessern. Zudem stellten sich die Firmen auf einen verlangsamten Abbau der Beschäftigung ein. Die Lage beurteilten die Unternehmen den sechsten Monat in Folge besser, diese Teilkomponente kletterte auf 90,5 von 89,1 Punkten. Ihre Geschäftsaussichten schätzten die Top-Manager wie seit Anfang des Jahres besser ein als im Vormonat, dieser Index stieg auf 99,1 von 98,9 Zählern.

Im Groß- und Einzelhandel verbesserte sich die Stimmung insgesamt leicht. Die Einzelhändler seien unzufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage als zuletzt, blickten jedoch weniger skeptisch nach vorne, erklärte das Ifo. Auch das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe hellte sich etwas auf.

Für die nächsten Monate warnten Volkswirte allerdings vor zu viel Euphorie. Die Lagekomponente werde den Geschäftsklimaindex zwar weiter nach oben schieben, sagte Andreas Scheuerle von der DekaBank: "Aber irgendwann geht ihm die Luft aus."

Die meisten Experten erwarten, dass die Konjunktur im nächsten Jahr wieder anzieht, mit einem kräftigen Aufschwung rechnen sie aber nicht. Die Bundesregierung geht von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,2 Prozent aus, einige Forschungsinstitute erwarten ein Plus von bis zu zwei Prozent.

Reuters / Reuters