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Immobilienkrise: BayernLB drohen neue Milliardenausfälle

Die bayerische Landesbank ist weitaus stärker von der amerikanischen Immobilienkrise betroffen als bislang bekannt. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein rechnet mit weiteren Belastungen in Milliardenhöhe. Die Bank selbst hüllt sich in Schweigen.

Die Milliarden-Belastungen bei der BayernLB könnten nach Einschätzung von Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) noch deutlich drastischer ausfallen, als bisher bekannt. Er halte eine Belastung von vier Milliarden Euro für möglich, sagte Beckstein dem "Nordbayerischen Kurier".

Er sei sich sicher, dass die Belastungen deutlich über die bisher eingeräumten 1,9 Milliarden Euro hinausgingen, zitierte die Zeitung Beckstein. Die Bank will am kommenden Donnerstag bei der Bilanz- Pressekonferenz über die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise berichten. Kreisen zufolge sondieren die Eigentümer, der Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen, bereits Garantien für die BayernLB.

Ein Sprecher der BayernLB wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Bank hat aufgrund der Finanzkrise bislang auch keine Prognose für das laufende Jahr abgegeben. Anfang April nimmt auch der Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags seine Arbeit auf. SPD und Grüne wollen der CSU-Landesregierung eine Mitverantwortung für die Probleme nachweisen. Die Opposition wirft Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber vor, die Misere lange verschleiert zu haben, um bei den Kommunalwahlen Anfang März besser abzuschneiden.

AP/Reuters/DPA / AP / DPA / Reuters
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