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Neuer Export-Rekord: Ausfuhren übertreffen Erwartungen um das Dreifache

Die deutschen Exporte haben sich überraschend schnell vom Einbruch im August erholt und erreichen einen neuen Rekordwert. Die Zahlen dämpfen die Sorge vor einer Rezession - vorerst.

Der deutsche Exportsektor hat sich vom Einbruch im August erholt. Nach vom Statistischen Bundesamts am Freitag veröffentlichsten Zahlen lagen die Ausfuhren im September 5,5 Prozent höher als einen Monat zuvor. Im August war der Export eingebrochen. Die Exporte wuchsen schneller als erwartet. Volkswirte hatten das Plus auf lediglich 2,7 Prozent geschätzt. "Es ist definitiv keine Rezession angesagt", sagt Stefan Kipar, Ökonom bei der BayernLB. "Wir werden aber auch keine große Dynamik sehen."

Neben dem Exportrekord dämpft auch die wieder steigende Produktion die Sorge vor einer Rezession. Trotz vieler internationaler Krisen verkauften die Unternehmen im September Waren im Wert von 102,5 Milliarden Euro ins Ausland. Damit wurde der erst im Juli erreichte Höchstwert um 1,4 Milliarden Euro übertroffen. Gemessen am Vormonat stiegen die Exporte dabei um 5,5 Prozent - dreimal so stark wie erwartet.

Auch die Produktion erholte sich. Industrie, Bau- und Energiewirtschaft stellten im September zusammen 1,4 Prozent mehr her als im Vormonat. Hier hatten Ökonomen mit einem etwas stärkeren Zuwachs von 2,0 Prozent gerechnet. Allerdings fiel der Rückgang im August auch geringer aus als zunächst gemeldet.

Die Einfuhren nach Deutschland legten derweil um 5,4 Prozent zu. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet. Steigende Importe können auf eine stärkere Binnennachfrage deuten. Verglichen mit einem Jahr zuvor wuchsen die Exporte um 8,5 Prozent, die Einfuhren legten um 8,4 Prozent zu.

haw/DPA/AFP / DPA
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