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Januar-Zahlen: Der Arbeitsmarkt bleibt stabil

Auf dem Bau ruht die Arbeit, Gärtner haben nichts zu tun, und befristete Verträge enden. Im Winter ist der Arbeitsmarkt immer mau. Allerdings sind die neuen Zahlen weit weniger düster als erwartet.

Dass die Zahl der Arbeitslosen im Winter steigt, ist normal. Erfreulich allerdings: Es verloren hierzulande zuletzt weniger Menschen ihre Jobs als zu dieser Jahreszeit üblich, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit.

So kletterte die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland im Januar gegenüber Dezember um 263.000 auf 3.136.000. Zieht man den Vergleich zum Januar des Vorjahres, sind es aber 2000 Arbeitslose weniger.

Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, legte die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Dezember um 0,6 Punkte auf 7,3 Prozent zu.

Auf dem Bau ruht die Arbeit

Betroffen von dem Anstieg der Arbeitslosenzahl im Januar waren vor allem Beschäftigte in Außenberufen, wie Bauarbeiter, Gärtner und Mitarbeiter im Landschaftsbau. Wegen des kühlen Winterwetters ruhe derzeit auf vielen Baustellen die Arbeit, neue Bauprojekte würden erst zum Frühjahr begonnen. "Das bekommen nicht nur die Baufirmen, sondern auch die Zulieferbetriebe zu spüren", gab etwa der Konjunktorforscher Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut zu bedenken. Zudem trenne sich der Handel nach dem Weihnachtsgeschäft von Saisonkräften. Auch endeten zum Jahresende viele befristeten Arbeitsverträge.

Experten war wegen Frost und Schnee bereits davon ausgegangen, dass die Zahl der Arbeitslosen im Januar wieder über die Drei-Millionen-Marke schießen werde. Allerdings zeigen sich mitten im Winter nach Beobachtungen BA bereits erste Lichtblicke. Viele Unternehmen rüsteten sich bereits für den in diesem Jahr erwarteten Konjunkturaufschwung, indem sie verstärkt neue Mitarbeiter suchten. Nach einer eher abwartenden Haltung im Vorjahr hätten Firmen wieder mehr freie Stellen ausgeschrieben.

she/anb/DPA / DPA
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