Kampagne zu WM 2014 Adidas und die blutigen Herzen fallen bei den Fans durch


Zur Fußball-WM zeigt Adidas Fußballstars, die Rinderherzen in den Händen halten. Leidenschaft sollen die Bilder vermitteln. Das tun sie auch, nur nicht so, wie es sich Adidas wünscht.

Arjen Robben, Lukas Podolski, Dani Alves und weitere Fußballstars schauen mit entschiedenem Blick in die Kamera. Sie tragen Adidas-Trikots und halten in ihren Händen nicht etwa einen Fußball - sondern ein blutiges Rinderherz. Kurz vor der WM fährt der Sportartikelhersteller noch einmal alle PR-Geschütze aus. "#allin or nothing" lautet das Motto der neuen Kampagne - die größte in der Geschichte von Adidas, wie das Unternehmen sagt. Es sind Bilder, die Leidenschaft und Kampfgeist suggerieren sollen. In sozialen Netzwerken sorgen sie derzeit aber für heftige Kritik.

Vor allem auf der Facebook-Seite von Adidas machen viele ihrem Ärger Luft. "Was für eine unglaublich widerliche Werbung! Respektlosigkeit vor dem Tier und eine absolute Gewaltdarstellung!", kommentiert ein Nutzer. Andere haben bereits Konsequenzen gezogen: "In Zukunft werde ich mich von der Marke Adidas fern halten", schreibt eine Frau. "Nie wieder adidas!", heißt es in einem anderen Kommentar.

Adidas kann den Ärger nicht nachvollziehen. "Es ist nicht unsere Intention, gegen das Tierschutzgesetz zu verstoßen. Das Herz wurde regulär in einem Metzgerei-Fachgeschäft gekauft und war für Kunden im Laden erhältlich", schreibt ein Sprecher auf Anfrage von stern.de. "Wir wollten die Bilder so kraftvoll wie möglich gestalten, um die Leidenschaft der Spieler für die Weltmeisterschaft zu unterstreichen." Der Sporthersteller hat sich hier offenbar verkalkuliert - an die bevorstehende WM scheint die Mehrheit beim Betrachten der Bilder am wenigsten zu denken.

Kim Schwarz

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