HOME

Miese Bilanz: Karstadt rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

Es sieht düster aus bei Karstadt: Der angeschlagene Warenhausriese ist noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im Geschäftsjahr bis Ende September letzten Jahres ist ein Minus von rund 190 Millionen Euro angefallen - fast 60 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Menschen gehen am Eingang des Karstadt-Warenhauses in Düsseldorf vorbei und sind nur verschwommen zu sehen.

Karstadt rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

Die Kaufhauskette Karstadt ist im Geschäftsjahr 2013/2014 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust lag bei 190,6 Millionen Euro, wie aus dem am Donnerstag im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Im vorangegangenen Jahr hatte das Minus demnach 131,1 Millionen Euro betragen. Das Geschäftsjahr bei Karstadt läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September. Über die Zahlen für 2013/2014 hatte zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Auf die Kernzielgruppe konzentrieren

In dem Geschäftsbericht heißt es, die Wettbewerbsstrategie des Unternehmens "beruht weiterhin darauf, Karstadt so zu revitalisieren, dass es seiner Kundschaft ein inspirierendes, attraktives Einkaufserlebnis einerseits und eine komfortable und bequeme Bedarfsdeckung andererseits bieten kann". Wichtige Grundlagen der Sanierung seien "eine Fokussierung auf Kernzielgruppen" und "maßgeschneiderte Sortimente".

Karstadt war im vergangenen Jahr von der Signa-Holding des österreichischen Immobilien-Investors René Benko übernommen worden. Mit Hilfe eines Sanierungskonzepts soll die Kette nach dem Willen von Unternehmenschef Stephan Fanderl im kommenden Geschäftsjahr 2015/2016 wieder Gewinn machen. Im Zuge des Umbaus machen dieses Jahr sechs Häuser dicht, weitere vier Filialen sollen 2016 folgen. 

jen / AFP
Themen in diesem Artikel