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Kreditwürdigkeit herabgestuft: Moody’s straft Spanien ab

Es sei "keine glaubwürdige Lösung der aktuellen Schuldenkrise erkennbar" – so urteilt die Ratingagentur Moody’s über die Sparbemühungen Spaniens. Und stuft die Kreditwürdigkeit des Landes herab.

Als letzte der drei großen Ratingagenturen hat Moody's am Dienstag die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft. Die Bonität Spaniens wurde um zwei Stufen von der Note Aa2 auf die Note A1 gesenkt, wie Moody's am Dienstag mitteilte.

Als Begründung hieß es, in Spanien sei "keine glaubwürdige Lösung der aktuellen Schuldenkrise erkennbar". Aufgrund des langsamen Wachstums werde es für Spanien noch schwerer sein, den Staatshaushalt zu sanieren. Daher drohe mittelfristig eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit, erklärte Moody's.

Die Ratingagentur folgte mit der Herabstufung ihren beiden großen Konkurrenten Fitch und Standard & Poor's. Moody's ging jedoch noch einen Schritt weiter als die Konkurrenten, die die Kreditwürdigkeit des Landes noch auf der vierthöchsten Stufe AA- sehen. A1 ist bei Moody's die fünftbeste Note.

Mit der Maßnahme erhöht sich der Druck auf Spanien nochmals, denn je schlechter die Kreditwürdigkeit, desto höhere Zinsen muss das Land für die Aufnahme neuer Schulden zahlen. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Moody’s ebenfalls die Kreditwürdigkeit von Frankreich überprüft.

be/AFP/DPA / DPA