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Verbraucherpreise Lebensmittel, Wohnen, Tanken – so stark sind die Preise im Juli gestiegen

Lebensmittel sind rund 15 Prozent teurer als vor einem Jahr
Lebensmittel sind rund 15 Prozent teurer als vor einem Jahr
© Michael Gstettenbauer / Imago Images
Trotz 9-Euro-Ticket und Tankrabatt blieb die Inflation zuletzt hoch. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, was für Verbraucher wieviel teurer wurde.

Die Preise in Deutschland sind zuletzt nicht mehr ganz so schnell gestiegen, aber sie steigen weiter: Im Juli waren die Verbraucherpreise 0,9 Prozent höher als im Juni und 7,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Das zeigt die finale Auswertung des Statistischen Bundesamtes, das damit eine vorläufige Schätzung von Ende Juli bestätigte. Immerhin ist die Inflationsrate damit im zweiten Monat in Folge leicht gesunken: Im Juni hatte die Teuerung bei 7,6 Prozent zum Vorjahr gelegen, im Mai bei 7,9 Prozent.

Allerdings wirken aktuell auch zwei vorübergehende Maßnahmen dämpfend auf die Inflation, wie Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes betont: das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt, die planmäßig Ende August auslaufen. Zudem sei im Juli 2022 die EEG-Umlage abgeschafft worden, was die Strompreise etwas entlastet. 

Energie und Lebensmittel das Hauptproblem

Dennoch bleiben die Energiepreise für Verbraucher das Hauptproblem. Strom ist 18 Prozent teurer als vor einem Jahr, Erdgas um 75 Prozent und Heizöl sogar gut doppelt so teuer. Kraftstoffe waren trotz Tankrabatt im Juli 23 Prozent teurer als im Juli 2021.

Auch Lebensmittel wurden im Juli teurer: Die Nahrungsmittelpreise stiegen um 2,3 Prozent zum Vormonat und liegen nun 14,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit habe sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln den fünften Monat in Folge verstärkt, notieren die Statistiker.

Noch kaum bemerkbar machten sich im Juli hingegen gestiegene Mieten. Die Nettokaltmieten lagen nur 1,7 Prozent höher als vor einem Jahr. Allerdings müssen Vermieter bei Mieterhöhungen auch gewisse Fristen beachten, sodass sich diese erst mit Verzögerung in der Statistik niederschlagen.

Unterm Strich wird die Inflation derzeit weiter in erster Linie von den Energiepreisen und in zweiter Reihe von den Nahrungsmittelpreisen getrieben. Klammert man Energie aus, läge die Inflationsrate nur bei 4,4 Prozent statt 7,5 Prozent. Ohne Energie und Nahrungsmittel liegt sie sogar nur bei 3,2 Prozent.

bak

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