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In eigenem Verkaufshaus: Lidl will künftig auch Autos verkaufen

Einem Medienbericht zufolge will der Mutterkonzern von Lidl künftig auch Autos verkaufen. In einem eigenen Verkaufshaus sollen demnach ausrangierte Diesel-Dienstwagen der Mitarbeiter angeboten werden.

Lidl - Autoverkauf - Autos - BMW-Diesel

Logo des Discounters Lidl

DPA

Der Discounter Lidl geht unter die Autoverkäufer. Rund 10.000 Fahrzeuge will der zum Handelskonzern Schwarz-Gruppe gehörende Lebensmittelhändler pro Jahr an den Kunden bringen, berichtet das "manager magazin" unter Berufung auf Unternehmensquellen in seiner April-Ausgabe. Bei den Wagen soll es sich vornehmlich um Dieselautos der Marke BMW handeln, die nach einem sechsmonatigen Einsatz als Dienstfahrzeug auf den Markt gehen sollen.

Ferner wird Lidl seine Dienstwagen künftig offenbar ausschließlich beim Münchner Autobauer bestellen und nicht wie bisher beim Konkurrenten Audi. Grund dafür sei der von BMW gewährte Rabatt. So soll die Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl unter anderem auch die Warenhauskette Kaufland gehört, dem Bericht zufolge 48 bis 50 Prozent Rabatt auf den Listenpreis der fast ausschließlich mit Diesel-Technik ausgerüsteten Fahrzeuge erhalten. Audi habe dem Konzern bislang maximal 42 Prozent Nachlass gewährt und sei nicht bereit gewesen, diesen künftig zu erhöhen, heißt es.

Lidl will Fahrzeuge offenbar in eigenem Autohaus verkaufen

Generell scheint die in Neckarsulm ansässige Schwarz-Gruppe, die als größter Handelskonzern Europas gilt, den Umgang mit ihren Dienstfahrzeugen neu zu ordnen. Wurden bei Audi bisher jährlich etwa 4000 Wagen bestellt, sollen es bei BMW um die 10.000 sein, schreibt das "manager magazin". Des Weiteren sollen die Fahrzeugen dem Bericht zufolge anstatt der bisher üblichen 18 nur noch sechs Monate von den Lidl- und Kaufland-Mitarbeitern genutzt werden und dann in den Verkauf gehen. 

Dafür wird offenbar ein konzerneigenes Autohaus in Weinsberg bei Heilbronn aufgebaut, wo Lidl den Verkauf selbst übernimmt. Dieser Art der Selbstvermarktung soll Audi im Gegensatz zu BMW keine Erlaubnis erteilt haben. Zwar wurden von Schwarz genutzte und dann ausrangierte Audis auch verkauft - allerdings nur im Rahmen von Auktionen, auf die lediglich Händler des Ingolstädter Autobauers Zugriff hatten, heißt es in dem Bericht.

mod
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