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Enttäuschter Angestellter: Mitarbeiter mit Millionenidee erhält 10-Pfund-Gutschein als Belohnung

Ein Lieferfahrer des britischen Versandhändlers Argos hatte eine Idee, wie die Firma enorme Kosten sparen könnte. Nun beschwert sich der Mann über mangelhafte Dankbarkeit seines Arbeitgebers.

Argos

Versandhändler Argos - hier das Logistikzentrum in Burton-on-Trent - ist einer der größten Einzelhändler Großbritanniens

Mark Heslehurst arbeitet seit zwei Jahren als Lieferfahrer für das britische Versandhaus Argos. Der 52-jährige Familienvater verdient 7,50 Pfund (8,50 Euro) die Stunde. Das ist nicht viel, trotzdem hatte Heslehurst an seinem Arbeitgeber bislang nichts auszusetzen. Bis nun diese Sache mit dem Ideenwettbewerb passierte. Die Firmenleitung hatte alle Mitarbeiter aufgerufen, Vorschläge zu machen, wie der Konzern Geld sparen könnte. Diese sollten per Email an Chairman Mike Coupe gehen.

Da Argos im vergangenen Jahr für 1,4 Milliarden Pfund vom Supermarktriesen Sainsbury's übernommen worden war, schlug Heslehurst vor, dass die Argos-Fahrzeugflotte nur noch Tankstellen nutzen solle, die zum Imperium des neuen Mutterkonzerns gehören. Versandhändler Argos, der etwa vergleichbar mit dem deutschen Otto-Konzern ist, betreibt neben 750 Ladengeschäften vor allem Onlinehandel und liefert den Kunden Gartenmöbel, Kleidung und vieles mehr nach Hause. Wenn man die Benzinkosten senke, ließe sich ziemlich viel Geld sparen, vermutete Heslehurst. "Es erschien mir wie eine ziemlich offensichtliche Sache, aber ich denke, manche Ideen werden einfach übersehen", sagte Heslehurst der "Sun".

Undankbarer Arbeitgeber?

Die Idee wurde tatsächlich umgesetzt, was dem Konzern etwa 1,5 Millionen Pfund sparen soll. Dafür hätte sich Heslehurst allerdings etwas mehr Dankbarkeit gewünscht, wie er der "Sun" erzählte. "Ich bekam einen 10-Pfund-Geschenkgutschein, was nett war. Aber wenn man bedenkt, wieviel Geld ich der Firma gespart habe, hätten sie vielleicht etwas mehr tun können. Ich arbeite gerne für sie, aber ich denke in diesem Fall haben sie es falsch gemacht."

Aber ist Argos, das zu den größten Einzelhändlern Großbritanniens zählt, tatsächlich derart undankbar? Eine Sprecherin des Konzerns erklärte, man danke dem Mitarbeiter für die Anregung, über die Idee habe man aber bereits unabhängig davon nachgedacht. Vielleicht hat Mark Heslehurst die Genialität seiner Idee einfach etwas überschätzt.

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