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Lindt: Goldhase und Lindor-Kugeln füllen Schweizer Schoki-Hersteller die Kasse

Der Osterhase hat dem Schweizer Unternehmen Lindt & Sprüngli in diesem Jahr dicke Gewinne gebracht. Mit Lindor-Kugeln und in Goldpapier verpackten Schokoladehasen verdienten die Schweizer prächtig.

Ein ganzer Karton Schokolade

Nicht nur die Goldhasen, auch die Lindor-Kugeln tragen zum Gewinn den Schweizer Schokoladen-Herstellers Lindt&Sprüngli bei. 

Haben Sie dieses Jahr einen Goldhase mit Glocke im Osternest gefunden? Und vielleicht noch ein paar rot-gewickelte Lindor-Kugeln daneben? Dann gehören Sie zu den Konsumenten, die dem Schweizer Edelschokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli ein gutes erstes Halbjahr verschafft haben.

Starkes Wachstum trotz Schweizer-Wechselkurs

Nach eigenen Angaben vom Dienstag machte das Unternehmen einen Netto-Gewinn von 65,0 Millionen Franken - und somit gut 15,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 57,8 Millionen Franken gerechnet. Lindt & Sprüngli bestätigte die Wachstumsziele. 

Eine historische Aufnahme aus einer Lindt-Fabrik

Seit 170 Jahren produziert Lindt Schokolade - angefangen hat es mit einer kleinen Konfiserie in der Züricher Altstadt.

Ein Rekordergebnis - trotz der Freigabe des Franken-Wechselkurses gegenüber dem Euro im Januar 2015. Seitdem hat der Franken stark zugelegt und ist eine harte Belastung für viele Schweizer Exportunternehmen. Laut der Baseler Zeitung habe der Währungseffekt das Betriebsergebnis von Lindt & Sprüngli um 10,6 Prozent belastet. Doch an dem Standort Schweiz wolle man trotzdem festhalten.

Doch nicht nur der Wechselkurs setzte den Schokoladenhersteller mit Sitz in Kilchberg am Zürichsee unter Druck, auch die Rohstoffpreise für Kakao-Bohnen, Haselnüsse und Mandeln waren deutlich höher als in den vorherigen Jahren.

Der teuerste Hase am Aktienmarkt

Der Umsatz von Lindt & Sprüngli soll aus eigener Kraft jährlich um sechs bis acht Prozent steigen. Bereits Mitte Juli hatte das Unternehmen nicht zuletzt dank der Übernahme des US-Schokoladeproduzenten Russell Stover Candies ein Umsatzwachstum von 17,4 Prozent auf 1,409 Milliarden Franken bekanntgegeben.

Seit Jahren strebt die Aktie aufwärts, wie der Börsen-Infodienst der ARD meldet. Mit derzeit rund 60.000 Euro im Frankfurter Markt sei sie eine der teuersten Aktien der Welt. Wenn das Portemonnaie etwas kleiner ausfällt: ein Partizipationsschein kostet 5000 Euro.

law / Reuters
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