MEDIEN KirchPayTV stellt Insolvenzantrag


Es ist soweit: Nach KirchMedia ist jetzt mit KirchPayTV die zweite der insgesamt drei Geschäftssparten der KirchGruppe insolvent.

Die Kirch-Bezahlsendersparte KirchPayTV hat Insolvenz beantragt. Wie eine KirchPayTV-Sprecherin mitteilte, ist allerdings der Abo-Sender Premiere nicht von einer Insolvenz betroffen. Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler hatte stets betont, das der Sender sein Programm auch im Falle eines Insolvenzantrags weiterhin ausstrahlen würde. Premiere hat 2,4 Millionen Kunden. Als erstes Unternehmen der KirchGruppe hatte vor einem Monat die Kerngesellschaft KirchMedia Insolvenz beantragt.

Mit Investitionen in Premiere Grab geschaufelt

Die Milliardeninvestitionen in Premiere gelten als Hauptursache für die finanzielle Schieflage der gesamten KirchGruppe. Seit dem Insolvenzantrag der KirchMedia haben die Gläubigerbanken zusammen mit dem Kirch-Management nach einer Lösung für die PayTV-Sparte mit Premiere gesucht. Unabhängig von einem Insolvenzantrag soll weiter verhandelt werden, hieß es Dienstag aus Branchenkreisen. Die Gespräche mit möglichen Investoren dauern an. Als ein Kandidat wird seit einigen Wochen der Medienriese Bertelsmann gehandelt. Nach wie vor soll aber auch Medienmogul Rupert Murdoch Interesse am Ausbau seiner Beteiligung an Premiere haben.

Kofler sucht rettenden Partner

Schon einmal hatte der Sender in letzter Minute den Kopf aus der Schlinge gezogen: Bereits vor einem Monat hatte die neue KirchMedia-Geschäftsführung vor laufenden Kameras einen Insolvenzantrag für Premiere angekündigt. Premiere dementierte umgehend und kämpft seitdem um seine Existenz. Hinter den Kulissen arbeitete Premiere-Chef Kofler unter Hochdruck daran, einen starken Partner für den Sender zu finden.


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