MEDIEN Premiere-Chef Kofler: »Thema Insolvenz für mich erledigt«


Premiere-Chef Georg Kofler sieht in der Einigung mit dem Hollywood-Studio Universal einen Meilenstein bei der Sanierung des angeschlagenen Bezahlsenders.

»Premiere ist im Aufbruch«, sagte Kofler. Derzeit gewinnt der Sender täglich etwa 2.000 neue Kunden pro Tag. Mit Hilfe der Fußball-Bundesliga und der Kino-Highlights aus Hollywood solle auch die Netto-Abonnentenzahl von derzeit etwa 2,4 Millionen Kunden in den kommenden Monaten anziehen.

Preisniveau kein Maßstab

Universal ist derzeit eines der erfolgreichsten Studios, sagte Kofler. Mit Hilfe des Vertrags könnte Premiere ab Herbst »das beste Programm in der Geschichte« zeigen. Bei der Einigung mit Universal auf einen neuen Liefervertrag wurden wirtschaftlich vernünftige Preise erzielt, welche in die Geschäftspläne auf dem Weg Richtung Gewinnzone passen. »Das bisherige Preisniveau war kein Maßstab, weil es ein krankes Preisniveau war.« Wieviel Preisnachlass in etwa erzielt werden konnte, wollte Kofler nicht schätzen.

Finanzierung derzeit gesichert

Die nächsten Rechnungen für die Filme kann Premiere bezahlen, sagte Kofler. Mit Hilfe der Überbrückungskredite ist die Finanzierung des Senders derzeit gesichert. »Bis in den Spätherbst hinein brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.« Viele Geschäftspartner haben zudem Verständnis, wenn der Sender um etwas spätere Zahlungstermine bittet. »Wir gelten nicht mehr als Milliardengrab.« Er ist sich sicher, dass es dann gelingen wird, über den Einstieg neuer Investoren die Zukunft des Senders langfristig zu sichern. »Für mich ist das Thema Insolvenz erledigt.« Es hängt aber an den Gläubigerbanken, zu welchen Bedingungen sie neue Investoren ins Boot lassen. Die Zusammenarbeit mit den Banken soll aber gut laufen.


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