VG-Wort Pixel

Nach Herabstufung Spaniens Euro fällt und Dax schwächelt


Nach der Herabstufung Spaniens durch die Ratingagentur Standard and Poor's verlor der Dax in den ersten Minuten 1,2 Prozent und der Euro sank unter die Marke von 1,32 US-Dollar.

Die Herunterstufung Spaniens hat die Anleger am Freitag vom deutschen Aktienmarkt ferngehalten. Der Dax verlor in den ersten Minuten 1,2 Prozent auf 6661 Zähler. Die Ratingagentur S&P hatte am Donnerstagabend erklärt, es gebe erhebliche Risiken für das Wirtschaftswachstum und den Haushalt des hoch verschuldeten Landes. Die Bonitätswächter setzten den Ausblick für Spanien auf negativ und senkten die Bewertung auf BBB-plus von zuvor A.

"Die Herabstufung Spaniens kam zwar nicht überraschend, dürfte die Investoren jedoch wieder mit einer gewissen Sorge bezüglich der Finanzstabilität der Euro-Peripherie erfüllen", sagte ein Börsianer. Vor diesem Hintergrund wurde die am Vormittag anstehende Auktion italienischer Anleihen mit einer Laufzeit von fünf und zehn Jahren mit Spannung erwartet. Das von der Schuldenkrise geplagte Land will bei der Emission bis zu 6,25 Milliarden Euro einsammeln.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Finanzwerte, die in der Regel sehr sensibel auf Nachrichten rund um das Thema Schuldenkrise reagieren. Deutsche Bank und Commerzbank gaben um 2,4 und 1,7 Prozent nach. BASF verloren 2,5 Prozent. Kräftig gestiegene Rohstoffpreise haben dem Chemiekonzern zu Jahresbeginn zugesetzt.

Auch der Eurokurs schwächelt. Am Freitag ist er unter die Marke von 1,32 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3181 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7587 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3215 (Mittwoch: 1,3206) Dollar festgesetzt.

kgi/Reuters/DPA DPA Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker