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Neue DHL-Paketshops: Deutsche Post eröffnet 20.000 Paket-Annahmestellen

Der private Paketversand boomt, die Deutsche Post reagiert: Auf insgesamt 55.000 DHL-Shops will das Unternehmen bis Ende 2014 kommen. Vor allem in Ballungsgebieten sollen die Annahmestellen entstehen.

Die Deutsche Post will bis Ende 2014 zusätzlich 20.000 Annahmestellen für den privaten Paketversand einrichten. Das kündigte Vorstandschef Frank Appel am Mittwoch vor Journalisten in Berlin an. Das Unternehmen reagiert damit auf den wachsenden Onlinehandel. Der Umsatz des Paketgeschäfts sei seit 2009 jährlich um durchschnittlich 10,5 Prozent gestiegen, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes. Ein Wachstum in dieser Größenordnung werde auch für die kommenden Jahre erwartet. Dass man schon mehr als 1000 Zusagen von Betreibern habe, zeige, dass das Angebot der Post attraktiv ist.

Die neuen DHL-Paketshops sollen vor allem in Kiosken und anderen Geschäften in Ballungsgebieten entstehen, sagte Gerdes. Die ersten 10.000 Annahmestellen sollen in diesem Jahr öffnen. Ende nächsten Jahres werden es laut Gerdes dann rund 55.000 sein. Das Konzept zielt darauf ab, dass Paketkunden bei der Abgabe ihrer Pakete, Päckchen oder Rücksendungen auch andere Produkte in den Partnerfilialen kaufen.

Expansion kostet weniger als 30 Millionen Euro

Ein Laden werde attraktiver, wenn man dort Dienstleistungen der Post in Anspruch nehmen könne, betonte Gerdes. Der Anteil der Partnerunternehmen, die aus der Zusammenarbeit wieder aussteigen, ist laut der Post extrem gering. Die Kosten der Expansion bei den Annahmestellen bezifferte der Manager auf unter 30 Millionen Euro. Insgesamt investiert die Post in den Ausbau ihres Paketnetzes zwischen 2011 und 2014 rund 750 Millionen Euro.

Die Deutsche Post DHL gehört zu den weltweit größten Logistikkonzernen und ist der größte Paketversender Deutschlands. Pro Werktag transportiert das Unternehmen im Inland nach eigenen Angaben gut 3,2 Millionen Pakete. In diesem Geschäftsbereich wurden im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt, etwa ein Viertel des klassischen Brief- und Paketgeschäfts. Der Jahresumsatz des Konzerns lag 2012 bei 55 Milliarden Euro. Die größten Konkurrenten im Paketversand sind UPS, DPD und Hermes.

nw/DPA/Reuters / DPA / Reuters