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Offener Brief: Torwarthandschuhfirma "T1TAN" wehrt sich gegen Klage von Oliver Kahn

Kampf der Titanen: Oliver Kahn geht juristisch gegen die Torwarthandschuhmarke "T1TAN" vor. Die Firma hat bereits einen anderen prominenten Ex-Nationaltorhüter für sich gewonnen - und wehrt sich nun öffentlich gegen Kahn.

Ex-Torhüter Oliver Kahn

Ex-Torhüter Oliver Kahn

Getty Images

Auf dem Spielfeld lehrte Oliver Kahn als "Torwart-Titan" die gegnerischen Angreifer das Fürchten. Nun hat der Ex-Nationaltorhüter auf juristischem Felde einen neuen Gegner gefunden: Kahn verklagt das Freiburger Start-up "T1TAN", das unter dieser Marke Torwarthandschuhe herstellt. Laut dem Münchner Landgericht I verlangt Kahn von der Firma, den Namen nicht mehr zu nutzen und Schadensersatz zu zahlen. Kahn macht geltend, er habe ältere Rechte an dem Namen, der ihm einst als Spitzname für seine sportlichen Leistungen verleihen wurde.

Die Macher von "T1TAN" gehen nun mit einem offenen Brief in den Gegenangriff. "Der Anlass ist kritisch und für uns absolut unverständlich: Oliver Kahn hat uns verklagt!", heißt es in dem auf Facebook veröffentlichten Schreiben von Gründer und Geschäftsführer Matthias Leibnitz. Obwohl die Firma eine eingetragene europäische Marke besitze, wolle Kahn "uns die Marke T1TAN wegnehmen", schreibt der Chef der 2013 gegründeten Firma. 

Nicht Oliver Kahn, sondern René Adler wirbt für T1TAN

Das Ganze hat offenbar eine Vorgeschichte. Bereits 2014 habe Kahns Manager die von Amateur-Torhütern gegründete Firma angesprochen, ob sie bereit seien "T1TAN" zu verkaufen, heißt es in dem Schreiben. "Da unsere Firma unser Traum ist, haben wir das natürlich nicht gemacht, aber wir wurden nach München eingeladen und haben uns dann dort einen ganzen Tag mit Oliver Kahn getroffen. Für uns was das ein großer Tag, den wir nie vergessen haben. Und wir waren nach dem Termin überzeugt, dass Oliver Kahn mit uns zusammenarbeiten möchte."

Dazu kam es aber nicht. Stattdessen gingen die Handschuhmacher eine Kooperation mit Ex-Nationaltorhüter René Adler (aktuell Mainz 05) ein, der die Handschuhe sogar bei Bundesligaspielen trägt. Kahn selbst vertreibt Torwarthandschuhe unter der Marke "Goalplay" und befürchtet offenbar eine Verwechslungsgefahr.

Nun wolle man in München vor Gericht um "T1TAN" kämpfen "und das Kräftemessen 'David gegen Goliath' annehmen", schreibt Leibnitz. Oliver Kahns Management wollte sich auf Medienanfragen nicht zu dem laufenden Verfahren äußern. Der Streitwert liegt laut Gericht bei 250.000 Euro. Der erste Gerichtstermin ist für Ende November angesetzt. 

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bak
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