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OUTSOURCING: Deutsche Bank will weitere Konzernbereiche ausgliedern

Betroffen von der Outsourcing-Offensive des neuen Konzernchefs Josef Ackermann sind allen voran mehrere Tausend Mitarbeiter in Informationstechnologie und der Unternehmenseinheit DB Services.

Die Deutsche Bank will nach Informationen der »Welt« weitere Geschäftsfelder ausgliedern. Neben dem Rechenzentrum und dem Datenfestnetz sollten weitere Prozesse und Abläufe an externe Dienstleister vergeben werden, berichtete das Blatt in der Montagsausgabe. Es laufe bereits eine Ausschreibung mit dem Ziel, das Gebäudemanagement der Bank mit rund 800 Mitarbeitern abzugeben. Bis Ende des Jahres solle entschieden sein, welcher Anbieter den Zuschlag bekommt.

Die Bank erwäge zudem, in der Gehaltsabrechnung, in der etwas mehr als 700 Mitarbeiter tätig sind, teilweise externe Dienstleister zu engagieren. Betroffen von der Outsourcing-Offensive des neuen Konzernchefs Josef Ackermann seien allen voran mehrere Tausend Mitarbeiter in Informationstechnologie und der Unternehmenseinheit DB Services, in die das Geldinstitut bankweite Dienstleistungen wie das Personalwesen und den zentralen Einkauf gebündelt hat.

Die Outsourcing-Offensive sei Teil des Kostensenkungsprogramm, das der neue Konzernchef Josef Ackermann der Bank Anfang des Jahres verschrieben hat. Der Vorstandssprecher wolle die zinsunabhängigen Kosten von 22,8 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr um zwei Milliarden Euro im nächsten Jahr verringern. Dem Vernehmen nach solle die Zahl der Vollzeitstellen von knapp 85.000 Ende März durch Stellenabbau und Auslagerung auf unter 75.000 fallen, schrieb das Blatt.