HOME

Tarifstreit bei der Deutschen Post: "Viele Briefe werden ihre Empfänger nicht erreichen"

Die Lage ist verfahren: Im Tarifstreit zwischen Verdi und der Deutschen Post ist keine Annäherung in Sicht. In mehreren Bundesländern sind über 1000 Brief- und Paketzusteller zum Streik aufgerufen.

Verdi fordert für 140.000 Tarifbeschäftigte der Post mehr Gehalt und kürzere Arbeitszeiten

Verdi fordert für 140.000 Tarifbeschäftigte der Post mehr Gehalt und kürzere Arbeitszeiten

Im Tarifstreit bei der Deutschen Post will die Gewerkschaft Verdi am Freitag mit Streiks in mehreren Bundesländern den Druck auf das Management erhöhen. Allein in Nordrhein-Westfalen waren über 1000 Brief- und Paketzusteller zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren Arbeitsniederlegungen geplant. "Viele Briefe und Pakete werden ihre Empfänger nicht erreichen", sagte der Verdi-Fachbereichsleiter für Postdienste in NRW, Uwe Speckenwirth. "Wir wissen, dass die Streiks volle Wirkung entfalten."

Verdi fordert für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns kürzere Arbeitszeiten und deutlich mehr Geld. Alle bisherigen Angebote der Post hat die Gewerkschaft abgelehnt. Die Löhne sollen nach ihrem Willen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um 5,5 Prozent angehoben werden. Verdi verlangt zudem eine Verkürzung der Wochen-Arbeitszeit auf 36 von 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Verhandlungen mit der Post sollen am 20. und 21. Mai in Königswinter bei Bonn fortgesetzt werden.

amt/Reuters / Reuters