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Artenschutz: Zum Schutz von Delfinen: Neuseeland verbietet Treibnetz-Fischerei

Um die bedrohten Maui- und Hector-Delfine besser zu schützen, entschied sich Neuseeland für ein Verbot, mit Treibnetzen zu fischen. Ab Oktober tritt es in Kraft.

Ein Delfin mit Fangleine und Fangnetz schwimmt im Meer

Von dem abgebildeten Hector-Delfin gibt es nur noch rund 15.000 Exemplare in den Gewässern des Landes, von Maui-Delfinen gar nur noch 63

Zum Schutz von Delfinen verbietet Neuseeland ab Oktober die Benutzung von Treibnetzen. Wie die Regierung am Mittwoch bekanntgab, werden zudem keine neuen Genehmigungen für seismische Untersuchungen und Meeresbodenbergbau in ausgeweiteten Schutzgebieten für Meeressäuger mehr erteilt.

Nur noch 63 Maui-Delfine in Neuseeland

Mit diesen Maßnahmen solle zum Schutz der bedrohten Maui- und Hector-Delfine beigetragen werden, hieß es. Die Regierung erklärte, man werde den kommerziellen Fischereibetrieben helfen, andere Methoden als Treibnetze zu nutzen.

Von Maui-Delfinen gebe es in Neuseelands Gewässern nur noch 63 Tiere, womit diese Unterart der Hector-Delfine vom Aussterben bedroht sei. Von Hector-Delfinen gebe es noch rund 15.000 Tiere in den Gewässern des Landes, womit auch diese Art bedroht sei. Diese Säugetiere seien Neuseelands "Schatz", sagte Ministerin Eugenie Sage. Es müsse nun sichergestellt werden, dass dies auch für künftige Generationen gelte.

km / DPA
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