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Deutsche Traditionsmarke Sennheiser verkauft seine Kopfhörer-Sparte ins Ausland

Sennheiser
Ein Sennheiser-Kopfhörer: Die Audiogeräte werden künftig unter Schweizer Federführung hergestellt
© Peter Steffen / Picture Alliance
Den Namen Sennheiser verbinden Kunden vor allem mit hochklassigen Kopfhörern. Seit 1945 gibt es die niedersächsische Traditionsmarke, die ihr Kopfhörer-Geschäft nun in die Schweiz verkauft.

Sennheiser-Kopfhörer sollen künftig unter Schweizer Regie hergestellt werden. Sonova, ein führender Schweizer Anbieter von medizinischen Hörsystemen, will die Consumer Division von Sennheiser electronic übernehmen, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden. Wenn die Regulierungsbehörden keine Einwände erheben, soll das Geschäft im zweiten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden. Der Kaufpreis betrage 200 Millionen Euro. Sennheiser sitzt in Wedemark bei Hannover, Sonova in Stäfa 25 Kilometer südöstlich von Zürich.

"Wir wollen die Mannschaft und den Standort erhalten, weil dort die Expertise ist", sagte Sonova-Chef Arnd Kaldowski der Deutschen Presse-Agentur. "Für die Käufer ändert sich nichts, die Geräte werden unter der gleichen Marke weitervertrieben." Sonova könne aber Technologie aus dem Hörgerätebereich zusteuern. So könne zum einen die Batterieladung der im Ohr getragenen, kleinen Kopfhörer, der Earbuds, verbessert werden. Zum anderen könnte die Leistung so verbessert werden, dass Trägerinnen und Träger trotz Earbuds im Ohr Gesprächspartner besser verstehen können.

Sennheiser baut 650 Stellen ab

Die Sennheiser Consumer Division stellt Kopfhörer sowie Audiologie- und Telekommunikationsprodukte her. Die Abteilung erzielte laut Mitteilung mit 600 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro im Jahr. Sennheiser hatte im Februar angekündigt, dass das Unternehmen sich auf den professionalen Bereich konzentrieren wolle. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist in mehr als 50 Ländern aktiv.

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"Wir sind überzeugt, dass Sonova die Sennheiser Consumer Division langfristig stärken und die großen Wachstumschancen ausschöpfen wird", sagte der Co-Chef von Sennheiser, Daniel Sennheiser, laut Mitteilung. Sennheiser hatte im vergangenen Juli den Abbau von 650 seiner 2800 Stellen bis 2022 angekündigt. Das Unternehmen nannte das durchwachsene Geschäftsjahr 2019 und Auswirkungen der Corona-Pandemie als Hintergrund.


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