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Bonitätsprüfer So gewaltig ist der Datenschatz von Schufa und Co.

Die Schufa hat einen großen Datenhunger
Die Schufa hat einen zu großen Datenhunger, kritisieren Datenschützer
© Jens Kalaene / DPA
Beim Datenschutz ist Vorsicht angesagt - auch bei Bontätsprüfern wie der Schufa. Oft wollen sie mehr Daten haben, als zulässig ist. Dabei ist ihr Wissen schon gewaltig  - ein Überblick.

Die Schufa will künftig auch Kontoauszüge auswerten. Das Check-Now genannte Verfahren soll Verbraucher, die eine schlechte Bewertung haben, die Möglichkeit geben, ihren "Score" zu verbessern. Dazu müssen sie die Auskunftei allerdings in ihre Kontoauszüge gucken lassen. Dagegen gibt es großen Widerstand. Verbraucherschützer wir der Bielefelder Verein Digitalcourage und die Kampagnen-Organisation Campact wollen mit einer Unterschriftenaktion das neue Kredit-Bewertungssystem verhindern. Anvisiert sind 275.000 Unterzeichner - mehr als 100.000 Menschen sind es bislang. "Kontoauszüge sind Privatsache und müssen es auch bleiben. Für die Schufa sind sie Gold wert", sagt Damian Ludewig, Kampagnendirektor bei Campact.

Bonitätsprüfer: So gewaltig ist der Datenschatz von Schufa und Co.

Das Unternehmen verfügt schon jetzt über einen gewaltigen Datenschatz, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Die Bonitätsprüfer besitzen aktuelle laut eigener Auskunft Daten zu rund 68 Millionen Personen. Mit neuen Geschäftsideen hat die Schufa aktuell wenig Glück. Erst kürzlich sorgten die Pläne des Unternehmens, zusammen mit Crif Bürgel, die Daten von vertragstreuen Gas- und Stromkunden zu speichern und den Unternehmen zur Verfügung zu stellen, für reichlich schlechte Presse. Und auch diesmal sind Datenschützer_innen und die Öffentlichkeit auf der Zinne.

tis / Statista

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